Presseschredder 16.1.2015

Wenn´s denn nützt. Dann nimmt man sich auch mal die Toten einer französischen Satire-Zeitschrift, um seine faschistischen Parolen unters Folg (nur echt, wenn sie marschieren) zu bringen. Noch vor ein paar Stunden Tagen senkte der Führer der Pegida anmutig den Kopf gedenkend der Opfer der rasenden Muslime – und schon jetzt beißt man sich bei der Redaktion der Titanic in den Arsch, die aktuelle Ausgabe nicht gleich verdoppelt oder dreifacht gedruckt zu haben
Wer aber konnte auch ahnen, daß Bachmann so unfassbar dämlich ist, den Satirikern mit der Keule des Rechts zu drohen. Der Keule, die bevorzugte Waffe dieser Bewegung, die doch nur eines macht: Streisand in die Augen seiner Anhänger und Anhängerinnen zu werfen.

»Wer kann ausschließen, daß der saubere Herr Asylant nicht mit einem Messer einem Dresdner Großmütterchen hinterhergejagt ist, um ihr die Handtasche zu entwenden? Eben. Die Vorverurteilung durch gleichgeschaltete Presseorgane trifft mich wie ein Stich ins Herz. Bitte seien Sie klüger. Heil Hitler und einen schönen Tag.«

Titanic

Das zum Beispiel dürfe Satire nicht! Sagt Bachmann und rennt zum Verteidiger seiner Wahl. Dessen Name ist zwar nicht ruchbar geworden, aber entweder handelt es sich um ein exemplarisch humorloses Wesen dieser Gattung oder um ein raffgieriges, das es nicht für nötig hält, Bachmann vor der zweischneidigkeit einer solchen Anzeige zu warnen.
Oder – was man nicht ausschließen kann – um einen Pegida-Gegner. Dann wiederum ergäbe es einen Sinn.

Wenn´s denn nützt. Dann nutzen die geheimen und weniger geheimen Dienste die Gunst der Stunde und decken Anschläge im Dutzend auf. Man glaubt ja gar nicht, wie gefährlich diese Muslime sind. Unglaublich. Gefährlich. So gefährlich, daß man in Belgien erst einmal zwei von ihnen erschießt. Zwölf Menschen fielen dem Attentat in Paris zum Opfer – es gibt also noch genügend christliche-abendländischen Rachebedarf. Die Verdächtigen hätten Anschläge im großen Stil geplant, so ein Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel. Was sind Anschläge im kleinen Stil, fragt sich der überlebende islamistische Terrorist? Ist das dann Kunsthandwerk?
Frohlocke, Schlapphut: Im Moment fragt niemand ernsthaft danach, was Du so treibst. Spätestens jetzt wird klar, was die Bagage der gesammelten Staatsoberhäupter bei der Demo in Paris wollte. Man hat sich darüber abgesprochen, was ab jetzt möglich ist. Das erklärt dann auch die Anwesenheit von Faschisten wie Victor Orban – der ja nun auf keinen Fall als Vertreter der Pressefreiheit angereist war ebensowenig wie so viele andere auch.

Wie gefährdet unsere Existenz, wie vergiftet das Denken mittlerweile ist: Dazu werden die Toten von Chalie Hebdo mit Genuß missbraucht. Nach dem Anschlag ist vor dem Anschlag und selten war die Vorfreude stärker spürbar. Die Tagesschau als Splattermovie. So gesehen ist der Anschlag in Paris als voller Erfolg zu bezeichnen. Furcht als erste Bürgerpflicht und wer Angst hat, fragt nicht danach, warum im Nachbarhaus geschossen wurde. Gefahr im Verzuge. Die Staatsanwältin und Richterin mit eigener Fernsehshow Jeanine Pirro spricht aus, was die meisten denken: »Wir müssen sie umbringen. Wir müssen sie umbringen.«

Der Mann aus Eritrea Khaled B. wurde in Dresden in der Nacht auf Dienstag erstochen in einem Hausflur aufgefunden. Nach der Pegida Demonstration. Die Polizei schloß zunächst Fremdverschulden aus, da das Opfer mit Messerstichen in Brust und Hals nicht unbedingt einem Mord zum Opfer gefallen sein mußte. Es hätte ja auch Suizid sein können.
Wie bei Oury Jalloh.

Was wurde eigentlich aus den Foltervorwürfen gegenüber CIA und anderen westlichen Diensten? Morden die Drohnen eigentlich weiter?
Ach so. Der Islam. Verstehe.

Deutsche Bahnhöfe im Visier des Islam. Also wenn noch Vorschläge angenommen werden, würde ich ja mal über Stuttgart 21 nachdenken. Ein Flughafen in Berlin steht da auch noch (jedenfalls teilweise). Anschlagziele mit großem Sympathie-Potential.

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22 Antworten zu Presseschredder 16.1.2015

  1. waswegmuss schreibt:

    Das war unser 9/11. Nur wird jetzt gegen das eigene Volk vorgegangen – für richtige Kriege ist kein Geld mehr da – Und: Pegida will es!
    Eigentlich ganz einfach.

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    • pantoufle schreibt:

      Ich gebe Dir ja nur sehr ungern recht, aber in diesem Falle…

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      • waswegmuss schreibt:

        Die Welt
        (Gedicht 2)

        Häuser fallen, Himmel stürzen ein.
        Bäume ragen über Bäume.
        Himmel grünt rot.
        Silberne Fische schwimmen in der Luft.
        Sie verbrennen sich nicht.
        Sie sind ja so innig.
        Im ewigen Silber glänzt ihre Frühe.
        Und der Wahn schwillt heran und brüstet sich über die Himmel.
        Millionen Fische zittern über die Weite.
        Doch sengen sie nicht ihre silbernen Flügel.
        Sanft weht die Luft vom silbernen Flügelschlag.
        Brüsten sich Menschen –
        Knien Seelen –
        Riesengroß wächst der Wahn über die Weite.
        K.S.

        (Ich will gar nicht recht haben.)

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  2. Matthias Eberling schreibt:

    Endlich ein Krieg, bei dem auch die Bundeswehr mitmachen kann! Keine Flugzeuge, keine Hubschrauber, Fuhrpark marode? Kein Problem. Dann machen wir eben Krieg vor der eigenen Haustür. Morgen früh geht’s mit dem Linienbus in die Schlacht, Kameraden. Da braucht man auch kein UN-Mandat, sondern nur ein aktuelles Telefonbuch. Bei A wie Ali fangen wir an … Und die Bevölkerung hilft fleißig mit. „Schatz, heut geh ich nicht ins Büro, heut geh ich zum Pogrom.“ – „Vergiss deine Uzi nicht, Hase. Und bring mir einen schönen Gebetsteppich mit.“

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  3. pantoufle schreibt:

    Gerade drüber gestolpert:

    Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.
    »Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln.
    Sie haben die Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme. Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.
    Krankwerden und Misstrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Thor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!
    Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.
    Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt daß die Unterhaltung nicht angreife.
    Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.
    Kein Hirt und Eine Heerde! Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in’s Irrenhaus.
    »Ehemals war alle Welt irre« – sagen die Feinsten und blinzeln.
    Man ist klug und weiss Alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald – sonst verdirbt es den Magen.
    Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.
    »Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln –

    Nietzsche: Also sprach Zarathustra

    Pegida: Aufstand der satten Gleichgültigkeit.
    @Matthias
    Die Bundeswehr? Frankreich mobilisierte 88.000 Mann und Frausoldat/Polizist um 2 (in Worten: Zwei!) Attentäter zu jagen. Vergl. dazu Fritz Lang »M – Eine Stadt sucht einen Mörder«.
    Der Krieg ist keiner, jedenfalls keiner gegen den vorgeblichen Gegner »radikaler Islam«. Es ist ein Krieg gegen die liberalen Grundwerte, mit denen man einstmals aus dem letzten Krieg in Europa startete. Es ist die Erkenntnis, daß autokratisch regierten Staaten, daß sich die Diktaturen als bei weitem robustere Gebilde herausgestellt haben als Demokratien. Unanfälliger gegen Wirtschaftskrisen oder auch nur »politische Erdbeben«, wie man unerwartete Ergebnisse von Wahlen bezeichnet. Stabilitätskriterien, denen man ebenfalls genügen möchte.
    Zeit- und Geldverschwendung, auch nur einen Soldaten gegen eine Masse Eiweiß antreten zu lassen, denen der Blick auf die eigenen Füße durch mobile Endgeräte versperrt ist. Ein wenig Terror hier, eine Bombe dort und ausländische Dienste warnen vor neuen Gefahren – das Rauchen auf dem eigenen Balkon ist verboten von 7 bis 8:00 Uhr, 10 bis 11:00 Uhr, 13 bis 15:00 Uhr, 17 bis 19:00 Uhr und 20 bis 23:00 Uhr. »Verfolgen sie auf Facebook und Twitter die Jagd auf Terroristen und Strafraucher!«

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  4. altautonomer schreibt:

    1. Die Ereignisse um den ermordeten Khaled B, erinnern mich ein wenig an das Gewese um das ertrunkene sechsjährige Kind aus Sebnitz, bei dem sich erst später herausstellete, dass es keine Neonazis waren. Spiegel damals:

    „3. JULI 1997

    Die Polizei erklärt: „Die Ermittlungen schließen zweifelsfrei einen Straftatverdacht aus.“ Der Kriminaloberkommissar, der die Ermittlungen geführt hat, wird später wegen zweier anderer Verstöße vom Dienst suspendiert.

    27. OKTOBER 1997

    Familie Abdulla erstattet Anzeige „wegen eines Tötungsdelikts“. Eine Sebnitzerin hatte sich per Telefon gemeldet und von einer Verschwörung zur Ermordung Josephs erzählt. Die Frau nannte Namen von Tätern und Zeugen. Rechte seien es gewesen. Die Tochter eines anderen Apothekers sei beteiligt gewesen. Das macht Sinn, für die Eltern fügt sich eines zum anderen.“

    Standpunkt der Antifa damals: Lange Zeit sprach nichts dagegen, dass es hätte so sein können.

    2. Wenn ich lese und höre, dass über 80.000 Polizeibeamte nach 3 mutmaßlichen Attentätern suchten, frage ich mich, wie groß das Aufgebot wohl wäre, wenn es sich um 12 Attentäter handelt (bitte eine Grundrechenart anwenden).

    3. Marie Le Pen forderte die Todesstrafe für mordende Terroristen. Hmmmm. Für Selbstmordattentäter?????????????????? Na logisch.

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    • pantoufle schreibt:

      @Altautonomer

      Da ist natürlich was dran. Es könnte auch anders gewesen sein. Auch im Krieg sterben gelegentlich Soldaten an Altersschwäche. Oder Herzversagen.

      Wäre die ermittelnde Polizei-Behörde kurz nach Anruf in Bataillonsstärke am Tatort aufgelaufen und hätte sachlich reagiert, wäre der Sturm vielleicht auch nur ein Furz geworden. So aber.. Wenn´s denn nützt?

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  5. Matthias Eberling schreibt:

    Was wir in Frankreich, Belgien und Deutschland gesehen haben, waren Manöver. Es sind Mobilmachungen, Übungen für die Herrschenden und ihren „Sicherheitsapparat“. Wir werden diese Mobilmachungen jetzt häufiger erleben und wir werden uns an die Uniformen auf den Straßen und in den Bahnhöfen gewöhnen, so wie wir uns an die Überwachung unserer Kommunikation gewöhnt haben.
    Und aus Kritikern des Militär- und Polizeiapparats werden im Handumdrehen Sympathisanten der Terroristen, Ruhe ist erste Bürgerpflicht …
    An Absurdität ist ja nicht mehr zu übertreffen, dass Hollande einen Atomflugzeugträger in den Persischen Golf verlegt und zum Kriegsteilnehmer in Syrien und im Irak wird , weil drei Terroristen in Paris gemordet haben.

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  6. lazarus09 schreibt:

    Moin … zu Pirro die einen Genozid an den Christen fürchtet Hahaha ..das wird ihre Sippe aber freuen…she is of Lebanese descent … ! 😀 und zu Fox-News der Birmingham fest in muslimischer Hand sieht sage nur .. „Du Wahrheitssender™ !!11!!

    Das ist alles comedy gold …. !!!!

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  7. flurdab schreibt:

    Hahaha,
    der Gedanke das der Bau des Berliner Flughafens und Stuttgart 21 auf den Plänen islamistischer Terroristen beruht ist steil. LOL
    Aber diese Terrorakte treffen Deutschland wirklich nachhaltig auf vielen Ebenen.
    Grüße

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  8. Eike schreibt:

    Die Berliner wären wohl versucht zusagen, dass man es erst bei der regulären S-bahn versuchen sollte, damit man nicht immer auf Drittgründe zurückgreifen müsste. Der Dresdener würde natürlich sagen, die sollen es mal hier probieren, die werden schon beim Ausstieg entlarvt und mindestens geteert und gefedert.

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  9. DasKleineTeilchen schreibt:

    also ab dafür OT: ist dieser scheiss mit der koalition in athen noch zu fassen?!? ticken die noch ganz? hab ich irgendwas essentielles nicht mitbekommen? sorry, aber ich brauch ma deine pragmatische ansicht pantoufle, auch wenn die nur aus der gleichen ratlosigkeit oder purem zynismus besteht.

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  10. pantoufle schreibt:

    Moin KleinesTeilchen

    Danke erst mal für die Bewertung »pragmatisch«; eine Eigenschaft, der ich bemüht hinterherhechele, es aber selten wirklich erreiche.

    Was die Zwangsehe von Syriza und Anel betrifft, so bin auch ich erst einmal vollkommen fassungslos. Wenn wir schon das Wort Pragmatismus im Schild führen: Das muß man wohl pragmatisch bis aufs Messer nennen. Feinsinnig differenzieren hilft gegen diesen Schrecken nicht und auch bei Lichte betrachtet bleibt der Brechreiz.

    Das einzig hilfreiche – wenn auch kaum Trost versprechende – wäre, sich einmal von den Kampfbegriffen der einschlägigen Presse zu lösen. Syriza ist so wenig linksradikal wie die Anel faschistisch oder rechtsradikal ist; jedenfalls nicht rechtsradikaler als die CSU. Die Koalition der Syriza besteht mit nicht mit der XA (goldene Morgenröte). Das Gejaule der lobotomisierten Trolle, die da von einer Querfront faseln, ist Bullshit. Das wird an Peinlichkeit nur durch die Faschisten in ganz Europa übertroffen, die bei ihrem Jubel über den Sieg der EU-kritische Syriza gleich ihr Herz für den Sozialismus entdecken. Was le Pen und Bernd Lucke zu dem Wahlergebnis sagen, ist nun wirklich nicht maßgeblich.

    Natürlich folgt diese Mesalliance mit der Anel dem Tina-Prinzip und das macht es schwer verdaulich. Auf der anderen Seite fehlten der Syriza nun einmal 2 Sitze zur absoluten Mehrheit.
    Was also tun? Die KKE (die echten »Linksradikalen«) wollten nicht. Die PASOK ist nach dem Abgang Papandreous so etwas wie die griechische FDP; riecht und schmeckt ähnlich und ist – um den Reigen der Ähnlichkeiten zu vervollständigen – auf dem absteigenden Ast. Papandreous Spalterpartei »Bewegung der Demokraten und Sozialisten« hat es leider nicht in die Punkteränge geschafft. Das wäre die einzig organische Verbindung gewesen! Auch die Potami wäre denkbar gewesen; man war wohl interessiert, aber es hat nicht sollen sein.

    [Jetzt kommt eben auch noch dazu, daß wir in Deutschland über die Politik, Aussagen und Befindlichkeiten grottenschlecht informiert sind. Was wissen wir schon von persönlichen Animositäten und Beziehungen in diesem Land? Der Säzzer]

    So! Und das wars dann auch schon. Mehr Möglichkeiten gab es nicht. Jetzt hat man sich also eine kleine rechtspopulistische Partei zum Spielkameraden genommen; durchaus vergleichbar mit der CSU oder wie 1970 die Koalition der Bundesregierung Kreisky I zusammen mit der FPÖ.

    Ein Aspekt in der ganzen Geschichte bleibt bei dieser Betrachtungsweise allerdings vollkommen außen vor. Wenn wir aus der Ferne von möglichen Koalitionen, Bündnissen oder ihren Konsequenzen fabulieren, gehen wir von gedanklich immer von unseren kleinen provinziellen Verhältnissen in Deutschland aus. Ganz gleich, welche Koalition unserer unfähigen Parteien vor sich hin dilettiert: es bleibt ja eigentlich immer alles beim alten (schlechten) und es geht uns mittelmäßig gut.

    Der Leidensdruck in Griechenland ist unvergleichbar höher. Da ist eine Industrienation mal eben auf den sozialen Stand eines Entwicklungslandes eingedampft worden. Ich erspare mir an dieser Stelle all die furchtbaren Beschreibungen darüber, die man an anderer Stelle nachlesen kann. Es zeugt schon von einer unglaublichen Arroganz, wenn wir uns anmaßen, auch noch darüber bestimmen zu wollen, welche Parteienkoalition sich dagegen zur Wehr setzen darf.
    Fragen wir uns doch lieber, wie verzweifelt man sein muß, um auch eine solche Verbindung einzugehen, nur um handlungsfähig zu bleiben. Die gemeinsame Schnittmenge mit der konservativen Anel mag sich auf die Ablehnung der von der EU aufgezwungenen Sparpolitik beschränken. Man sollte aber die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, daß das vielleicht schon alles Nötige ist, was im Moment zählt.

    Die ganze Aufregung über diesen Koalitionspartner wäre glaubwürdiger, wäre es die »Morgenröte« gewesen. Die ist aber ausdrücklich nicht. Es wurde die CSU.

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  11. DasKleineTeilchen schreibt:

    danke für den ausführlichen exkurs; der januarkleister im kopp, wissense? löst sich nur langsam. danke nochma sachte die eule zur lerche 😉

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  12. pantoufle schreibt:

    Da ja man nich für.
    Tausche Kleister gegen Depression.

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  13. DasKleineTeilchen schreibt:

    kleister ist der depri garnich so unähnlich, der effekt dürfte also nur marginal sein. siehsmaso, der tach is schon wieder ne stunde länger als vor 2 wochen. und fleischhauer wieda realsatire at its best.

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  14. pantoufle schreibt:

    Fleischhauer! Das ist genau das, was mich am Internet so entsetzlich abstößt: Jeder darf ungestraft jeden Blödsinn erzählen, nur weil ein anderer Idiot danebensteht und irgend etwas von Meinungsfreiheit faselt. Ich bin durchaus gegen Meinungsfreiheit. Wenigstens solange man keine hat.
    Und was den Artikel von Fleischhauern betrifft, so hat er (nach einer kleinen Korrektur) vielleicht sogar recht:

    »Der Vorgang ist aus der Psychoanalyse gut bekannt: Wenn sich Fleischhauer der Wirklichkeit nicht mehr gewachsen fühlt, reagiert er auf die Zumutungen der Gegenwart mit Trotz und Abwehr. Er zieht sich in eine imaginäre Welt zurück, in der ein Wutanfall genügt, um die Autoritäten zum Einlenken zu bewegen. «

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