Ein eitler, alter Mann

An wen erinnert er mich bloß, an wen nur?
Wolf Biermann im Bundestag, natürlich mit der Gitarre, zu der er wie üblich spricht. Wenn Bundestagspräsident Lammert ihn in Hinblick auf die Hausordnung ermahnt, zu singen und nicht zu sprechen – sprechen könne er, wenn ihn jemand in dieses Haus wählen würde – erweist er sich als biermannunkundig. Mit dem Gesang war es bei Biermann nie so weit her; man braucht es auch nicht für das, was er zu singen hatte. Also tut Biermann das, was er gemeinhin zu tun pflegt: Er pöbelt sich durch den Auftritt. Und weil da keine Eva Maria Hagen ist, die das mit einem »nun ist aber gut – jetzt sing mal was!« unterbricht, spricht er eben. Oder wenn man so will: Singen ohne Gitarre.

Uns bleibt, was gut war und klar war:
Daß man bei dir immer durchsah
und Liebe, Haß, doch nie Furcht sah
comandante Ché Guevara

Welcher Idiot von den Linken pöbelt da zurück? »Wir sind gewählt!« Himmel hilf: Das waren die Nazi-Schergen auch, die direkt nach `45 den Bundestag bevölkerten. Die Feierstunde im Bundestag zum Mauerfall verwandelt sich schlagartig in ein Kasperletheater. Biermann versucht die finale Abrechnung mit der SED und niemand außer den Linken ist da, an dem er sich versuchen kann. Alles rechts der Linken bemüht sich vergeblich, nicht zu johlen. Gregor Gysi sagt wenig später in seiner Rede, die Bundesregierung habe »nicht aufhören können, zu siegen«. Wie sehr der Mauerfall als Sieg mit einem zerschmetterten Gegner empfunden wird, die Besiegten verflucht bis ins siebte Glied. Das, was Biermann an diesem Tag als Rest der Besiegten ausmacht, ist gerade einmal das erste.

So oder so, die Erde wird rot:
Entweder lebenrot oder todrot
Wir mischen uns da bißchen ein

so soll es sein
so soll es sein
so wird es sein

Drachentöter. Hat sich Biermann selber diesen Kampfnamen verliehen? Vermutlich: Es sähe ihm ähnlich. Nun sei »zum Glück das, was hier sitzt, der elende Rest ist, was zum Glück überwunden ist«. Da zückt er nicht einmal mehr das Schwert.
Schließlich singt Biermann dann doch noch ein Lied. Singt es, bevor die Pöbeleien ein erneutes Einschreiten Lammers hätten provozieren müssen. Alles hat einmal ein Ende. Und schließlich: Er wurde zum Singen eingeladen. Von Bundestagspräsident Lammert. Und was der Kunde bestellt, soll er auch bekommen. Sigmar Gabriel umarmt und auch Kanzlerin Merkel schüttelt lächelnd die Hand. Siebenundsiebzig Jahre und soviel Ehre von der hohen Obrigkeit.

Dies Deutschland ist ein Rattennest
Mein Freund, wenn du dich kaufen lässt
Egal, für Ostgeld oder West
Du wirst gefressen
Und während man noch an dir kaut
Dich schlecht bezahlt und gut verdaut
Bevor der nächste Morgen graut
Bist du vergessen
Und doch: Die Hundeblume blüht…

Biermann fuchtelt noch ein wenig mit den Händen, der Diener des Bundestages trägt seinen Stuhl weg und die Mikrophone werden abgeschaltet. Sicher ist sicher. Er hätte bestimmt noch etwas zu sagen gehabt, aber da gibt es immer noch den strengen Zeitplan. Das hohe Haus (rechts der Linken) ist selig, da könnte man noch Stunden… – aber wie gesagt: Der Zeitplan!
Nicht nur Wolf Biermann stehen die Tränen in den Augen. Alte Menschen unter dem Weihnachtsbaum. Die Rührung über den Mauerfall und die Generalabrechnung mit der spärlichen Opposition, ein würdiges Fest, ein lohnender Tag. Das gibt Kraft für die kommenden Aufgaben. Wenn man das Streikrecht unterhöhlt oder den NSA-Untersuchungsausschuß sabotiert, die Generalüberwachung der Bürger mit der Automaut forciert oder von Deutschland ein nächster Krieg ausgeht.

Viele werden dafür sorgen
daß der Sozialismus siegt
Heute! Heute, nicht erst morgen!
Freiheit kommt nie verfrüht
Und das beste Mittel gegen
Sozialismus (sag ich laut)
Ist, daß ihr den Sozialismus
AUFBAUT! Aufbaut! (aufbaut)

Wolf Biermann, ich sehe Dich noch sitzen dort am Ende des langen Tisches. Du doziertest, während Eva Maria die Flasche Wein, die an Deinem Teller hängen blieb, nahm und weiterreichte, damit die anderen auch noch etwas abbekamen. Sie war es auch, die Dich zum Auftritt schubste, was von vielen, die der unablässigen Rede überdrüssig waren, herzlichst begrüßt wurde.
An wen erinnert er mich nur?
Er hat etwas mit Joachim Gauck gemeinsam: Man hält die eigene Geschichte für die Geschichte der Welt und den Mauerfall für das Ende der Geschichtsschreibung.
Genau. Das war es wohl.

Lyrics by Wolf Biermann, ausgewählt aus den Liedern, die er im Bundestag nicht sang.

Sehr schöner Artikel in der taz zum selben Thema.

Auch Herr De Lapuente weiß darüber schön zu erzählen. Wie immer eigentlich.

Wobei ich dazu Folgendes anzumerken hätte: Vieles, was nach Biermanns mißglückter Performance im Bundestag geschrieben und dem Barden persönlich angekreidet wird, ist eher als Massenphänomen zu beobachten. »Die Mauer im Alleingang abgerissen zu haben«, der verbitterte Hass, die große, nichtssagende Gebärde – all das ist nicht allein typisch Biermann.

Und auch der Vorwurf, »vor allem die Nerven der Westdeutschen zersungen und, schlimmer noch, zerredet« zu haben, ist oberflächlich. An anderer Stelle las man`s noch dramatischer: Der Mann ist 1976 ausgebürgert worden. 1976! Das ist fast 40 Jahre her, ein halbes Menschenleben. Das hätte eigentlich reichen sollen, um Biermanns Marktwert als Sänger festzulegen – darüber darf man sich nicht gerade jetzt beschweren.

Sich als Clown am Nasenring durch die Manege zerren lassen und das als revolutionäre Pose verkaufen; darüber soll geredet werden.

P.S. Nicht, daß ich durch übertriebenen Arbeitseifer unangenehm auffallen wollte, aber das Thema juckte mir zu sehr in den Fingern; deswegen zwei Texte an einem Tag.

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19 Antworten zu Ein eitler, alter Mann

  1. derda schreibt:

    Die Schrottpresse gibts wieder. Wie schön.

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  2. piet schreibt:

    Biermann reinkarniert noch zu Lebzeiten. Ein Alfred Tetzlaff ward uns geboren. So lobet und preiset.

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  3. pantoufle schreibt:

    @derda
    Besten Dank – ich nehme es mal nicht als Vorschußlorbeeren, sondern als Anspruch.

    @piet
    Eines unterscheidet Biermann von Gauck: er ist nicht Bundespräsident. Sonst würden sie sich vermutlich gar nicht sehr so unterscheiden.
    Reduziert man aber Wolf Biermann auf das Maß, auf das er sich selber schrumpft, so bleibt ein verbitterter, alter Mann, der sich gemessen an seinen eigenen Ansprüchen und Vorstellungen als gescheitert betrachten muß. Da kommt schon eine Spur Mitleid auf, wenn er sich von den Mächtigen bekuscheln läßt. Das kann er nicht gewollt haben und wenn er es nicht selber spürt, bleibt nur eben dieses Mitleid. Ein Chiwawa der Herrschenden, ein Clown macht seine Späße vor dem Herzog. Was für ein entsetzliches Bild!
    Da hatte Alfred Tetzlaff mehr Charakter.

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  4. Eike schreibt:

    Ich habe mir den Auftritt nicht gegeben. Aber wer von Dresden nach Berlin dieser Tage reist, wird entsprechende Gründe haben. Vielleicht gibt es dann noch eine Zugabe bei der nächsten HoGeSa. Man wird es in jedem Fall erfahren. @ Bundestag Was auffällt:.Trotz zum Erwartenden sind die Linken da geblieben. Wäre Hannes Wader aufgetreten, wäre kein Arsch, außer ein paar Linken im Saal überhaupt erschienen (d. h.SPD /Grüne /Schwarze /Braune würden immer noch bei Lobbygesprächen über Ihren Moet & Lachs verrotten) .

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    • pantoufle schreibt:

      Komisch: An Waders Hannes mußte ich auch die ganze Zeit denken! Das wäre ein Spaß gewesen, da trennt sich die Spreu vom Sozialisten.
      Nein, die Linke ist entgegen aller Erwartungen nicht aufgestanden und hat den Saal verlassen. Das brauchte sie auch gar nicht – gegen wen Biermann auch immer pöbelte: Er befand sich nicht im Saal.

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    • waswegmuss schreibt:

      Reinhard Mey wäre ein guter Kompromiss.
      Biermann ist traumatisiert ob der Tatsache, dass sie ihn nicht mehr haben wollen – im Osten.

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  5. Thelonious schreibt:

    Biermann ist ein enttäuschtes Kind. Das ist der Unterschied zu Gauck. Biermann war ein Gläubiger. Jetzt ist er ein Apostat. Er will Rache für all das, was er sich erträumt und die DDR nie erfüllt hat. Vernünftige Kritik ist von ihm nicht zu erwarten.

    Und dass er eingeladen wurde? Ey, so macht man PR. Der gläubige Kommunist, der die Seiten wechselte. Und seitdem jedermann den er trifft erklären muss, dass er jetzt ein echter Guter sei. Einer von uns. So einen lädt man gerne ein. Als Pausenclown. Allerdings hat er übertrieben. Das war selbst Lammert ein wenig peinlich.

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    • pantoufle schreibt:

      Gauck ist kein Gläubiger? Das habe ich immer schon vermutet 😀
      (ich komme halt aus einem Pastorenhaushalt)

      Daß es Lammert etwas peinlich war, zeichnet ihn in meinen Augen aus; den meisten anderen war es das offenbar nicht. Und nicht nur von daher stammt der einzig unterhaltsame Satz eben auch vom Bundestagspräsidenten.

      Der Überläufer, das unbekannte Wesen. Bei den Eltern stand Solschenizyn im Regal und wurde stets mit den Worten »…und darum ist der Sozialismus mörderisch!« kommentiert. Irgend etwas hakte regelmäßig bei mir bei derartiger Argumentation. Genau wie der Satz Bertrand Russels »Wer in seiner Jugend kein Kommunist war, hat kein Herz, wer es im Alter noch immer ist, hat keinen Verstand.« Nicht der Satz an sich – nur das Fehlen der Grautöne. Und Biermann hat den Beleg geliefert, daß man im Alter auch Antikommunist sein kann, um keinen Verstand zu zeigen.

      Im Übrigen gebe ich Dir recht.

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    • Duderich schreibt:

      Lammert war das peinlich?
      Sehe ich nicht. Waran leitet ihr beiden das ab?
      Wenn es ihm peinlich gewesen wäre, dann hätte er sich im Nachhinein vermutlich die Gratulation zur Silberhochzeit (oder was auch immer) verkniffen.

      Richtig geil fand ich übrigens die Gratulation von Siggi Pop. Ein wahrer Sozialdemokrat!

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  6. KL schreibt:

    Ich schreibe es einmal hier, obwohl Bloggen und Bloglesen die nötige Muße selten zubei hat: Peter Hacks nannte B. „den singenden Schriftsteller“. –

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  7. La Gioconda schreibt:

    Das mit dem Drachentöter: Biermann bezieht sich hier auf sein (grottenschlechtes) Stück „Der Dra Dra“, das Anfang der 70er Jahre in den Münchner Kammerspielen aufgeführt wurde.

    http://100mk.de/dra_dra.html

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    • pantoufle schreibt:

      Vielen Dank für die Aufklärung. Beim Schreiben des Textes bin ich auch über irgend etwas mit »dra-dra« gestolpert, bin dem aber auch aus Bequemlichkeit nicht nachgegangen. Weniger diese Historie als seine im Bundestag gezeigte Selbstdarstellung als Drachentöter waren Grund für die Anmerkung im Text.

      Zur Strafe habe ich das Versäumte jetzt nachgeholt: Spiegel und Zeit habe ja zum Glück entsprechende Online-Archive, aus denen einem ein herrlicher Duft der 68er entgegenweht. Folgt man den Kritiken über das Stück, ist meine selbst auferlegte Strafe nichts zu dem, das Stück erleben zu müssen.

      Alles, was es über diesen traurigen Unsinn zu sagen gibt, hat Thelonious ja bereits in drei Sätzen gesagt. In der Nachschau bin ich mir nur nicht mehr sicher, was ich entsetzlicher fand: Den Tanzbären oder sein kreischendes Publikum. Ausnahme – Ströbele von den Grünen; der war ehrlich erschüttert.

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  8. Graugans schreibt:

    Ach, wißt Ihr was? Ich bin so froh, daß es dieses alte Schlachtroß Biermann noch gibt, ja, auch wenn er etwas abgehalftert wirkt, seine Augen brennen noch, ja, auch wenns peinlich wird…fragt sich, für wen genau, oder? Ja, ich hab ihm gerne zugehört, als er da vor den Stützen der Republik stand, ein altes Zirkuspferd, ja, etwas wehmütig wurde es mir, aber bemitleiden braucht ihn keiner, denn der weiß schon noch, was er tut, was er sagt, was er singt und wenn er scheitert, dann ganz sicher grandioser als so manch anderer! Ist das alles zu romantisch betrachtet? In dem Bundesland, in dem ich lebe, wo Prinzregent Seehofer waltet, da täte man sich über weitaus harmlosere Störenfriede schon freuen!

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    • pantoufle schreibt:

      Moin Graugans

      Nun ist die Sache ja die, daß es immer noch etwas schlimmeres gibt, oder man sich es wenigstens einbildet.
      Vielleicht ist es auch eine Frage des persönlichen Geschmacks: Mir ist Totenstille lieber als Leichenschändung. Auch wenn sich da jemand selbst schändet. Nicht das ich per se etwas gegen SM habe – es ist einfach nur nicht mein Ding, damit sollen andere ihren Spaß haben.
      Ich mag den kleinen Dicken ja eigentlich auch ganz gerne! Aber er lief in meiner Wahrnehmung immer unter Kleinkunst, nicht Großkunst. Dafür waren andere zuständig. Und das, was er da im Bundestag ablieferte – damit kann man nicht mal in der Fußgängerzone punkten. So leid es mir tut.

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  9. klausbaum schreibt:

    gefällt mir außerordentlich gut: dass du wieder da bist und was du zu biermann sagst.

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  10. pantoufle schreibt:

    Ja, Moin Klaus!
    Das gefällt mir, daß es Dir gefällt und die Schrottpresse macht auch wieder Spaß.

    Um den Biermann tut es mir ehrlich leid – das hat er eigentlich nicht verdient, obwohl er so hart im Bundestag dafür gepöbeltgearbeitet hat.
    Da rauschte er wieder durch den Äther, mein Lieblingssatz: »Hütet Euch davor klein und häßlich zu sein (ganz gleich in welchem Alter).

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  11. Duderich schreibt:

    Ach Pantoufle,
    zeigst mir mal wieder, wie das Thema anzugehen ist – mit ätzendem Sarkasmus.
    Ich selbst verfasste meinen eigenen Blog-Beitrag dazu als enttäuschter Demokrat. Wie arm und naiv ist das denn?
    Klage Fairness und demokratische Kultur ein; ja wo leb ich denn?
    Im Rechtsstaat BRD? Wo Denunziantentum gegen Hartz-IV-Empfänger gefördert wird, gegen Jene, für die die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt (und wie ich heute gelesen habe auch nicht mehr das Zeugnisverweigerungsrecht für deren Angehörige?).
    Wäre mal schön, wenn von den restlichen Allparteien-Gleichsschrittsparteien das Bekenntnis verlangt werden würde, dass Deutschland ein ‚Unrechtsstaat‘ ist…

    Laputente hatte Recht: Da hilft nur noch auslachen – wenn einen das Mitleid mit dieser erbärmlichen Kreatur, die sich noch im Wahn als progressiv wähnt, nicht doch vorher übermannt. Lachen, oder aus Mitleid weinen. Dazwischen geht nichts, schon gar nicht Empörung.

    Warum hat eigentlich niemand der LINKEN-Fraktion nach Zugabe verlangt?
    Warum hat uns Sarah ihn nicht zum Hummer-Essen eingeladen?

    Das ganze hatte soviel Potential. Verschenkt.
    Hoffentlich nimmt sich wenigstens Kalkofe seiner an.

    Ach, warum so kleinklein. Wieso nicht gleich ein Kinofilm?
    Das Schweigen des Lammert. Mit Hanniwolf dem Drachentöter.

    Ich glaube, ich zünd mir noch ne Crack-Pfeife an! 😛

    Ganz liebe Grüße
    Dude

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    • pantoufle schreibt:

      Mit »ätzendem Sarkasmus«? Dann habe ich etwas falsch gemacht. Das wollte ich nicht – der Mann hat ja durchaus seine Verdienste. Wer vögelt schon Margot Honecker? Er hat ja gelegentlich wirklich etwas zu sagen gehabt. Und nichts lag mir ferner, als seine persönliche Lebensleistung gegenüber der DDR zu delegitimieren.

      Es sollte eigentlich eine gelassen, freundliche Hinrichtung werden. Aber er kam mir mit seinem Seppuku zuvor. Und gemessen an dem, was hier steht, geht es an anderer Stelle deutlich anders zur Sache. Aber so ist das im Leben: Wenn man aus genetischen oder welchen Gründen auch immer die Klappe nicht halten kann, sollte man sich nicht wundern – er hat einfach nicht realisiert, daß es sich um den Bundestag und nicht um eine Spät-68er Kneipe mit 36 Sitzplätzen und Raucherlaubnis handelte. So what?

      Zu Deinem Einwand weiter oben und dem Fremdschämen Lammerts: Doch, ich bilde mir ein, so etwas beobachtet zu haben. (Trolle: Alle mal herhören – ja Du auch, kleiner schweizer Faschist!) Ich halte Lammert für eine auffallend integre Person in diesem ganzen Sumpf. Er mag alles mögliche sein: Aber ich halte ihn nicht für verlogen. Und er hat Manieren; eine Eigenschaft, die ihn ziemlich parteiübergreifend für eine weitere Amtsperiode qualifizierte. Seinen Humor kann man teilen oder auch nicht – immerhin ist einer vorhanden.

      Auch Dir einen lieben Gruß

      https://netzpolitik.org/2014/wolf-biermann-nsa-skandal-ist-nur-hysterische-propaganda-idiotie-die-wollen-sich-nur-in-der-welt-informieren/

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      • Duderich schreibt:

        Der ‚ätzende Sarkasmus‘ war durchaus als positive Bewertung gemeint, denn manchmal ist halt die richtige Zeit dafür.

        Zu Biermann: Delegitimieren will die Leistung von Biermann keiner von uns beiden. Aber relativiert hat Biermann sein Lebenswerk selbst mit diesen Auftritt – und was man so liest – auch mit anderen, vorhergehenden Auftritten. Ich möchte das nicht noch weiter ausführen, denn über seine Bundestags-Performance ist ja bereits wahrlich genug geschrieben worden.

        Zu Lammert:
        Wie ich auf meiner Seite bereits ausführte, bin ich von ihm am meisten enttäuscht. EBEN weil ich bislang ebenfalls eine hohe Meinung hatte(!) und mir sein trockener Humor gefällt.
        Aber eben, weil dieser Biermann eingeladen hat (ohne sich mit den Fraktionen abzusprechen, was sonst wohl üblich ist) hatte er eine besondere Verantwortung für diesen Auftritt. Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass die Linke kritisiert wird – das gehört zur Debattenkultur. Aber das sollen dann doch bitte gewählte Parlamentarier sein, sonst kann man das Kasperletheater gleich zu machen. Lammert hat meiner Meinung richtig tief in die Schüssel gegriffen – und da gibt es auch wenig bis gar nichts zu beschönigen…
        P.S.: Warum hat L. dem Eingangssstatement nicht entschieden widersprochen, dass B. geladen wurde, um Ohrfeigen an die Linken zu verteilen???
        Für mich eine Frage, die lange nachhallt…

        Liebe Grüße, Dude

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