Rechtsextremer Bürgermeister stellt bewaffnete Feldhüter auf

Pusztaranger

László Toroczkai, militanter Neonazi und seit 2013 Bürgermeister einer südungarischen Gemeinde, wird einen bewaffneten Feldhütertrupp aufstellen. Die nötigen Mittel kommen vom Landwirtschaftsministerium.

Flurhüter

(Bild von Toroczkais Facebook-Seite)

László Toroczkai, der Gründer der rechtsextremen „Jugendbewegung der 64 Burgkomitate“ (HVIM) und seit 2013 Bürgermeister der Gemeinde Ásotthalom in Südungarn (s. Post Militanter Neonazi in Ungarn zum Bürgermeister gewählt, 16. Dezember 2013), wird in seiner Gemeinde einen bewaffneten Feldhütertrupp aufstellen. Die nötigen Mittel kommen vom Landwirtschaftsministerium, das die staatliche Unterstützung der Gemeinden für die Beschäftigung von Feldhütern fast um das Doppelte erhöht hat. Die Einführung kommunaler Feldhüter gegen „Zigeunerkriminalität“ ist eines von Jobbiks Langzeitprojekten; im November 2013 hatte die Partei eine  vollständige staatliche Förderung der kommunalen Feldhüter gefordert.


(älteres Bild, maszol.ro)

In Ásotthalom werden laut Toroczkai in Kürze bewaffnete Einheiten mit Jeeps und zu Pferd „die Sicherheit in den Außenbezirken und abgelegenen Höfen verbessern“ und gleichzeitig die „gemeinschaftszerstörenden Elemente“ fernhalten. (hvg

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15 Antworten zu Rechtsextremer Bürgermeister stellt bewaffnete Feldhüter auf

  1. pantoufle schreibt:

    Rebloggen ist ja eigentlich nicht meine Art, aber man muß auch mal Ausnahmen machen.
    Es geht in diesem Beitrag vom Pusztaranger nicht um die »ganz große Sache« wie den Erdrutschsieg einer Le Pen in Frankreich oder ähnlichen abendländisch-demokratischen Katastrophen, sondern die kleinen Alltäglichkeiten, die geschehen, wenn man Faschisten gewähren läßt. Es regt niemanden auf, es ziert keine Schlagzeile einer deutschen Tageszeitung. Es wird zu einer schleichenden Gewohnheit, es zu ignorieren. Das sind ja nur… Ja, was eigentlich? So etwas wie von Neonazis organisierte Kindertagesstätten in Brandenburg?

    Der Einzug des kleinen Faschismus in den Alltag der Menschen.

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  2. Publicviewer schreibt:

    Da hilft nur der Aufstand des linken Proletariats…lol..;-)

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  3. Der erste Kommentar spricht mir buchstäblich so „aus der Seele“, so schlimm es auch in Ungarn durch die Neonazis aussieht. Ja, ja – „Woanders ist es schlimmer…..“ Dies höre ich immer wieder in meinem Umfeld.
    So ist es: Wenn etwas ungewöhnlich Spektakuläres durch Neonazis geschieht, so gibt es ein riesen Geschrei und -sicher zu Recht – große Aufregung, die Presse überwirft sich ohne Ausnahme.
    Aber der alltägliche Neonazismus und Rassismus, dann auch der Umgang mit den Engagierten – dies mit oder ohne Anfgriff durch die Neonazis, – jedoch mit permanenter Bedrohung interessiert in dieserm Lande buchstäblich kein „Schwein“, dazu noch wenn man kein Parteibuch hat!
    Wie oft wurden und werden immer noch Warnhinweise irgnoriert!

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    • altautonomer schreibt:

      Irmela: Stimme zu. In der Antifa haben wir immer wieder darüber diskutiert, ob es weniger Gründe gibt, einen SPD-Parteitag zu stören als einen NPDS-Parteitag. Was ich damit meine, möchte ich in einem Ausschnitt eines Textes von Freerk Huisken zum Ausdruck bringen:

      „Brauner Terror“, heißt es, liegt dann vor, wenn deutsche Rechtsextremisten aus dem Untergrund heraus über mehr als ein Jahrzehnt lang in ihrem fanatischen Ausländerhass türkische Dönerbuden- oder Kioskbesitzer gezielt töten und wieder abtauchen, ohne in Bekennerschreiben extra darauf hinzuweisen, dass für sie jeder in Deutschland lebende Türke oder Grieche einer zu viel ist. Von Terror, zumal von „braunem Terror“ kann deshalb da nicht die Rede sein, wo im Zuge demokratisch legalisierter Ausländerpolitik um Europa eine „Mauer“ gezogen wird, die den Zuzug von unerwünschten Ausländern verhindern soll und an der jährlich Hunderte von Ausländern jämmerlich verrecken – zu Lande, aber vor allem im Wasser des Mittelmeers. Auch dort kann von „braunem Terror“ nicht die Rede sein, wo Menschen mit fremder Staatszugehörigkeit auf der Grundlage des Ausländergesetzes hierzulande das Leben so schwer gemacht wird, dass sie entweder freiwillig wieder in jene Regionen zurückkehren, in denen sie um ihr Leben fürchten mussten, oder sich hier umbringen. Schließlich fällt es nicht unter „braunen Terror“wenn Menschen, die sich hier illegal aufhalten, erst in Ausländerbaracken konzentriert, dann in Abschiebegefängnisse überführt und schließlich gefesselt per Flieger wieder dorthin zurück verfrachtet werden, wo sie ihres Lebens nicht sicher waren. Es handelt sich in diesen Fällen deswegen nicht um „braunen Terror“, weil all diese, rücksichtslos gegenüber Leib und Leben von Ausländern durchgeführten Maßnahmen erstens nicht von fanatischem Ausländerhass, sondern von politisch kalkulierter Ausländerfeindschaft demokratischer Regierungen zeugen, weil sie zweitens nach Recht und Gesetz verfügt werden, weil sie drittens nicht aus dem Untergrund, sondern in aller Öffentlichkeit im polizeilichen Obergrund passieren und weil sie viertens regelmäßig mit „Bekennerschreiben“ versehen sind, die sich in allen deutschen Tageszeitungen als Informationen der Innenminister über neue Maßnahmen zum Schutz der Heimat vor illegalen Ausländern und als Statistiken über deren erfolgreiche Durchsetzung lesen lassen.“

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  4. Provinzei schreibt:

    Wohl wissend, daß betreffender Bürgermeister eine andere Motivation hat um solche Hilfssherrifs loszuschicken habe ich mir auch schon bewaffnete Feldschütze gewünscht.
    Ich weiß, das jetzt ein mega Sturm aufziehen wird. Ist mir aber egal.
    Nicht egal ist mir aber, wenn irgendwelche Typen mir oder meinen Freunden die Beete leerräumen.
    Auf dem Land hat man sowas noch. Eigene Kartoffeln und so.
    Und wenn man die Leute darauf hinweist, das dies nicht die Früchte Ihrer Arbeit sind werden Schläge angedroht. Zumal es meistens eine Konfrontation Großfamilie gegen Einzelperson ist. Mama macht die Arbeit, die Söhne passen auf.
    Die Welt ist so geworden !
    Und jetzt dürft Ihr mich hauen. Tut ja nicht weh, in dem Fall.

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  5. pantoufle schreibt:

    @Provinzei

    »Wohl wissend, daß betreffender Bürgermeister eine andere Motivation hat um solche Hilfssherrifs loszuschicken […]«

    Um es mal ganz freundlich zu formulieren: »Bewaffnete Feldschütze«. Gehts noch? Was glaubst Du eigentlich, wo wir hier sind? Und welches Jahr wir schreiben?

    Hier wird nicht bewaffnet – schon gar nicht irgend eine Krautsalat-SA, die immer schon mal ihre Schrotflinten auf etwas anderes als Rebhühner abfeuern wollten. Mit der selben Logik könntest Du die Flüchtlingsboote aus Afrika gleich mit Maschinengewehren versenken – der Ghanese könnte sich ja an Deinen Steckrüben vergehen. Nur nebenbei: genau aus diesem Grunde hilft man ihnen auch nicht in Seenot, sondern läßt sie eisenhart verrecken; egal, was da für ein Sturm aufzieht.

    Vor ein paar tausend Jahren hat sich die Menschheit deswegen Gesetze gemacht. Damit eben nicht jeder hergelaufene Irre ein paar unterbelichteten Knechten Schießprügel in die Hand drückt, um das, was er für Recht hält, durchzusetzen. So einfach ist das – für Details siehe »bürgerliches Gesetzbuch«; auch das Studium von Geschichtsbüchern kann in diesem Zusammenhang von Nutzen sein.
    Wer das nicht kapiert und so einen haarsträubenden Unsinn wie Du absondert, sollte eigentlich dazu verdonnert werden, die Geschichte des Faschismus in all seinen Facetten zu lernen. Allein ist das wohl sinnlos, weil es dazu eines Basiswissens über Ursache und Wirkung bedarf. Das scheint hier nicht vorzuliegen.

    Und nur ganz nebenbei: Ich wohne selber auf dem Land, bin sozusagen von Bauern und Kleingärtnern umzingelt. Wenn bei uns die »dörfliche Regelung« nicht mehr greift, dann rufen wir die Polizei an. Genauer gesagt: Dann geht man ins örtliche Revier und sagt »Also Heinrich: So geht das nich!!«

    »Ich weiß, das jetzt ein mega Sturm aufziehen wird.«

    Nö, das wird es nicht.
    Sowas denken Leute wie der faschistoide Troll »der Herr Karl« und andere selbsternannte Retter des Abendlandes auch, wenn sie wieder Opfer ihrer Machgeilheit wurden und zu den Waffen rufen. Nein, so funktioniert die Welt zum Glück noch nicht. Es existiert noch eine Restintelligenz.
    Hier gibt es keinen Sturm; das werde ich zu verhindern wissen! Hier gibt es einen Haufen halbwegs zurechnungsfähiger Leser, vor denen Du Dich gerade blamierst.
    Sei froh, daß sie so gute Manieren haben.

    »Tut ja nicht weh, in dem Fall.«

    Heul doch.

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  6. altautonomer schreibt:

    „Und wenn man die Leute darauf hinweist, das dies nicht die Früchte Ihrer Arbeit sind werden Schläge angedroht. Zumal es meistens eine Konfrontation Großfamilie gegen Einzelperson ist. Mama macht die Arbeit, die Söhne passen auf.
    Die Welt ist so geworden !“

    Großfamilie, Mundraub mit den Söhnen als Bodyguards und was fehlt? Das Pappili ölt schon mal die Pumpgun im VW-Bully.

    Hier werden sozialrassistische Klischees bedient und als für die Welt allgemeinverbindlich erklärt.
    Wenn es nach Provinzei ginge, müßte man Angst haben, im Herbst beim Stoppeln erschossen zu werden.

    Danke Pantoufle für Deine Antwort.

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  7. Provinzei schreibt:

    Hi Hi
    Voll in’s Wespennest.
    Blöd nur, daß Ihr diese Realität im speziellen nicht kennt.
    Mundraub und komplette Ernten abräumen sind 2 Paar Stiefel.
    Natürlich ist es nicht so schlimm wie Ich andeutete. Solche Aktionen sind in der Tat sehr selten.
    Wenn es aber passiert ist man etwas hilflos. Polizei anrufen ? Gute Idee. Es ist 7Uhr abend, der Dorfbulle, so es überhaupt noch einen gibt, hat schon Feierabend und die Etatmäßigen haben wichtigeres zu tun. Bis die da ist sind die Plastiktüten schon weg. Die gefüllten.
    Und wie schön er sich aufregen kann, der Herr pantoufle.
    Leider scheitere ich auch recht oft mit meinem Gutmenschentum und politischer Korrektheit, die mir durchaus zueigen ist.
    Es gab früher bei uns tatsächlich einen Feldschütz, der manchmal auch ein Jagdgewehr dabei hatte. Das war normal. Niemand hat sich deswegen aufgeregt. Nur Wir Jugendlichen, da es immer galt, ihm mit den illegalen Geländemötorrädern aus dem Weg zu gehen.

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  8. pantoufle schreibt:

    @Provinzei
    Soso, Du bist also etwas hilflos… das merkt man. Das kann passieren, wenn man versucht, mit dem Jauche-Eimer im Schweinsgalopp über die Autobahn zu rennen. Was Du als Aufregung bezeichnest, läuft bei mir unter Erstaunen darüber, wenn ein Gehirn nur zur Aufrechterhaltung der vegetativen Funktionen ausreicht.

    Wunder der Natur!

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  9. Provinzei schreibt:

    Ja, der war nicht schlecht !
    Ich bin ja jetzt erst sein ca. einem Jahr in diesem kleinen Teil der Blog, Netz oder sonstwas Gemeinde unterwegs.
    Die üblichen Verdächtigen, die sich auch alle schön untereinander verlinken.
    Kiezneurotiker/schreiben, feynsinn, auch der hier, sunflower u.s.w. Die Liste ist lang. Schaut eure Blogrolls ja mal an. Ihr kennt Sie alle.
    Um andere Akteure kümmere ich mich garnicht, die Zeit…
    Ich bewege mich also in diesem kleinen Mikrokosmos.
    Eure Aussagen unterschreibe ich zu 90%, Eure Sprache ist sehr of sehr erfrischend in meinem Borgalltag ( geklaut…), Eure, ja, manchmal Wut auf die Welt wie Sie ist spüre ich auch in mir.
    Alles mein Ding.
    Was mir aber auffällt ist Eure immer wiede auftauchende Intoleranz, Eure Kleingeistigkeit, eure Kleinbürgerlichkeit, von der Ihr Euch doch ach so absetzten wollt.
    Aber das bin ich ja gewohnt, habe ich doch auch Vergangenheit in selbstverwalteten Jugendhäusern, bei den Autonomen und anderen selbsternannten elitären Kreisen.
    Es ist immer das Gleiche !.
    Und wenn man Euch den Spiegel vorhält wird es ganz doll 🙂 Da schlagt Ihr wie blind um Euch.
    Weia.
    In diesem Sinne. Und pass mit deinem Jaucheeimer auf !

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  10. pantoufle schreibt:

    Na, dann wird es ja Zeit, daß Du Deinen eigenes Blog aufmachst. Ich verlinke Dich dann auch nicht.
    Versprochen.

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  11. Provinzei schreibt:

    Kleiner Zustandsbericht.
    Einige Leute, die früher auch immer die schwarzen Hosen anhatten, die ersten waren, die
    „Abschiebestop jetzt“ an die Wand sprühten, bei antifa ganz vorne dabei waren und jetzt in einem gemeinsamen Wohnprojekt leben, schicken Ihre Kinder auf die Waldorfschule.
    Weil in den normalen Schulen hätte es zuviele Ausländerkinder.

    [Kleiner Zustandsbericht: Jetzt geh mal schön in den Garten, bau Deine Steckrübe an und abends, wenn die Sonne hinter Reutlingen versinkt, lauer mit Deinen braunen Hosen auf die Asylanten, vor denen Du Dich so sehr fürchtest.
    Und wenn Du dann was auf die Fresse bekommen hast, dann geh zum Blog »Herr Karl«, mit dem Du dieses Thema weiter beackern kannst. Faschos unter sich.
    Der Säzzer]

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  12. altautonomer schreibt:

    Provozierei:
    Das erstaunt mich aber, was Du für Leute kennst.

    Mit solchen Klischees rennst Du bei Deinem Bruder im Geiste -Herrn Karl – offene Türen ein. Das wäre eigentlich die ausschließlich richtige Plattform für Dich. Evtl. würdest Du Dir bei Don Alphonso auch noch so manche Streicheleinheit für Deine indifferenten Anti-Antifaphantasien abholen können.

    Du erwartest doch nicht im Ernst, dass man mit Dir über Deinen „Zustandsbericht“ diskutiert. Da bin ich lieber intolerant gegenüber Typen wie Dir und elitär.

    grusslos altautonomer

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  13. Provinzei schreibt:

    Du hast humorlos vergessen

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  14. pantoufle schreibt:

    So: Jetzt ist gut!

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