Nebenbei: Bin gerade nicht da

Wie gesagt: Ich bin gerade nicht zu Hause, sondern da, wo der Sommer ist. London, um genau zu sein. Sommer! London! Nix Deutschland mit Nachtfrost.

Internet war die ganze Zeit nicht und jetzt, wo ich gerade mal nichts zu tun habe, wird es mir schmerzlich bewußt, wie schwierig die Zeit danach sein wird, wenn man sich wieder einbilden muß, daß Netz wäre richtiges Leben. So real wie die Kartoffelphotographierer, die der Postillion am Wochenende verlinkt… »ich bin stolz deutsch zu sein«. Man sollte es nicht für möglich halten.

Lieber mit ein paar Dosen Bier an der Themse sitzen, belegte Brötchen und ein paar guten Kumpels. 20:00 ist die Show, morgen die zweite; das heißt, daß wir heute nicht abbauen müssen. Danach schnell raus, eine Station mit der Tube und dann lass fließen.

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12 Antworten zu Nebenbei: Bin gerade nicht da

  1. Stefan R. schreibt:

    Viel Spaß *Neid*

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  2. Joachim schreibt:

    „Netz wäre richtiges Leben“. Nö, Netz bildet aber das Leben bzw. seine Realitäten – inklusive der Kartoffelspinner – ab.

    Ich würde sagen: es ist gut um das Böse zu wissen. Lehrstoff. Dummerweise möchten Manche keine Realitäten sehen. Nazis? Wo? Ich sehe keine. (Facepalm – mach mal den rosa Filter aus).

    Dabei fällt mir ein (weil wieder Dienstag ist):
    http://www.literaturknoten.de/literatur/h/heine/poem/denkich.html

    Warte mal ab, bis die Politik mit dem Netz fertig ist (und alles vergessen wird – facepalm II).

    Sorry, ihr könnt das ja nicht wissen. Das kommt nun von der Debatte um den neuen JMStV, wo mich ernsthafte Sorge um Jugendliche und um das Netz. pantoufle, mach Dich schon mal mit age-de.xml vertraut…

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    • pantoufle schreibt:

      Ja, ich weiß das mit dem Dienstag, aber ich habe gerade so zwischen Tür und Angel etwas Zeit. Nicht genug, um 2,3 Stunden an irgen etwas zu basteln. Vor allem die miese Internetverbindung… Aber soweit danke erst mal für den Link!
      Nächsten Dienstag wieder!

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      • Joachim schreibt:

        He, das mit Dienstag war ein Scherz. Hör‘ nicht auf mich. Niemals.

        Obwohl, ich mag diese Dienstage.

        Heine Heinrich hat da etwas vollkommen wunderbares gemacht, keinen Zeigefinger gehoben, nur seine Sicht dargestellt. So kann man sein (Mutter-) Land lieben, sehr schlicht, sehr echt, trotz Idioten mit oder ohne Kartoffeln, wider dem Wunsch „wieder eine Rolle in der Welt spielen zu wollen“.

        Es ist ein kerngesundes Land;
        Mit seinen Eichen, seinen Linden,
        Werd ich es immer wiederfinden.

        Mutig. Sehr mutig, trotz:

        Und zählen muß ich – Mit der Zahl
        Schwillt immer höher meine Qual,
        Mir ist, als wälzten sich die Leichen
        Auf meine Brust

        Und tatsächlich, die letzte Strophe schließt einen Kreis, macht die Dinge heil. Die Form, so simpel und so oft missbraucht, fängt mich ein. Denn ich kenne das.

        Gottlob! durch meine Fenster bricht
        Französisch heitres Tageslicht;
        Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen,
        Und lächelt fort die deutschen Sorgen.

        Ein wenig naiv? Ich finde nicht. In Sorgen zu vergehen hindert jegliches Handeln. Die wenigen schönen Dinge lassen uns leben. Sie ermöglichen es uns, die Dinge besser zu machen.

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    • Stony schreibt:

      Moin Joachim 🙂

      Betreffs JMStV: die versuchen jetzt nicht ernsthaft den Sch**** von 2010 so wieder ins Rennen zu schicken, oder – wie weit ist das denn schon fortgeschritten mit den ‚Verhandlungen‘? ô.O

      ***

      @pantoufle: Cheers! 🙂

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      • Joachim schreibt:

        Hi Stony,
        die Bürgerbeteiligung ist vorerst abgeschlossen. Und ja, sie versuchten 2010 aufzuwärmen.

        Die Positionen waren unverändert: mehr Geld, mehr Macht und Kontrolle über das Netz, vereinfachte Verfahren Medien zu bewerten um sie besser an den Mann zu bringen, dafür aber Blogger und (private) Anbieter im Netz stören, selbst wenn die überhaupt nichts mit „problematischen“ Inhalten zu tun haben. Anbieter im Netz sollen sich dem Kodex (der KJM) unterwerfen um das Recht auf parlez (Privilegien nennen die das) zu erwerben. Allerdings ist das wohl mehr eine Richtlinie, ganz wie bei den Piraten.

        Die das Internet vom Alter abhängig filternde „Jugendschutzprogramme“ wurden als Lösung allen Übels dargestellt. Nur ARD/ZDF wollten nicht filtern weil die Programme nicht ausreichend funktionieren, dafür aber eine Sendezeitbeschränkungen im Netz. Irgendwer erkannte irgendwann (USK?) dass es sich um ein internationales Problem handelt – was sie leider aber auch nicht davon abhielt, nur eigene Interessen zu vertreten. Mit Diskussion oder Einsicht und Konsequenzen war nix.

        Es ging nicht um Kinder, nicht um Jugendliche, nicht um ihr tatsächliches Verhalten, (deren) Ziele, Alternativen, um Erzieher oder Eltern. Es ging nicht einmal um irgend eine objektive Erkenntnis. Es ging nur um wirtschaftlichen Interessen. Geld wurde nicht für Jugendliche gefordert, dafür aber für sich selbst, für Firmen und Vereine (mit Mitgliedern aus der Pornoindustrie, Filterhersteller, jugendschutz.net)

        Der Hammer war z.B. die FSK, die Raubmörderkopien für einen mangelhaften Jugendschutz im Netz verantwortlich machen wollte und so die „Notwendigkeit“ der Verschärfung des Urheberrechts begründen möchte.

        Einzig das Hans-Bredow-Institut verwies auf ihre fundierte, jedoch leider nur juristische Sicht. http://www.hans-bredow-institut.de/webfm_send/1005

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        • Stony schreibt:

          Dank dir für die Erläuterungen Joachim.

          Was für eine Farce, welch ‚gekonnte‘ Demokratiesimulation… m(

          [Die restlichen ca. 1000 Wörter hab ich gestrichen; was zu dem Ganzen zu sagen wäre, kennst du ja zu Genüge und das auch detailierter als ich – wenn ich bedenke, wie ich eben ’ne Stunde lang leise in mich rein geschriehen habe, wundert es mich nur, daß von euch (also dir und Kollegen) noch keiner explodiert ist. Würde zwar nix nützen, aber naja, verständlich wär’s schon… 😉 ]

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          • Joachim schreibt:

            Ich bin exlodiert und nicht besonders stolz darauf. Die 1000 Zeilen darfst Du mir ruhig mailen. Würde mich freuen…

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            • Stony schreibt:

              you got mail…

              hoffentlich so wie es soll, mußte hier einen account neu aufsetzen und bin noch am einstellen und rumbasteln… 😉

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