Gedicht am Dienstag (24)

`s ist Krieg!

Die fetten Hände behaglich verschränkt
vorn über der bauchigen Weste,
steht Einer am Lager und lächelt und denkt:
„’s ist Krieg! Das ist doch das Beste!
Das Leder geräumt, und der Friede ist weit.
Jetzt mach in anderen Chosen –
Noch ist die blühende, goldene Zeit!
Noch sind die Tage der Rosen!“

Franz von der Vaterlandspartei
klatscht Bravo zu donnernden Reden.
Ein ganzer Held – stets ist er dabei,
wenn sich Sprecher im Saale befehden.
Die Bezüge vom Staat, die Nahrung all right –
laß Stürme donnern und tosen –
Noch ist die blühende, goldene Zeit!
Noch sind die Tage der Rosen!

Tage der Rosen! Regierte sich je
so leicht und bequem wie heute?
Wir haben das Prae und das Portepee
und beherrschen geduckte Leute.
Wir denken an Frieden voll Ängstlichkeit
mit leider gefüllten Hosen –
Noch …
Noch ist die goldene, die blühende Zeit!
Noch sind die Tage der Rosen!

Kurt Tucholsky

Während des Krieges (dem Großen) war dieses Gedicht verboten. In freier Form erschien es erst 1919 in der Weltbühne. Das kann natürlich nicht wieder geschehen: Erst einmal leben wir in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, zweitens gibt es hier keine Kriegsgewinnler und drittens liest niemand mehr Gedichte.
Glorreiche Zeiten!
Und – am allerwichtigsten! – befindet man sich auf Seiten der Guten. So gut, so rein, so überfallen und dieses Mal bestimmt vollkommen im Recht. Was die Harmonie noch stört, ist die vom Feind bezahlte fünfte Kolonne. Wer ruft jetzt nicht Hurra?
Wir sind so frei, daß einem schwindelig werden könnte. Schwindelfrei.

Alle Tage

Der Krieg wird nicht mehr erklärt,
sondern fortgesetzt. Das Unerhörte
ist alltäglich geworden. Der Held
bleibt den Kämpfen fern. Der Schwache
ist in die Feuerzonen gerückt.
Die Uniform des Tages ist die Geduld,
die Auszeichnung der armselige Stern
der Hoffnung über dem Herzen.

Er wird verliehen,
wenn nichts mehr geschieht,
wenn das Trommelfeuer verstummt,
wenn der Feind unsichtbar geworden ist
und der Schatten ewiger Rüstung
den Himmel bedeckt.

Er wird verliehen
für die Flucht von den Fahnen,
für die Tapferkeit vor dem Freund,
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse
und die Nichtachtung
jeglichen Befehls.

Ingeborg Bachmann

Nicht nur Franz von der Vaterlandspartei klatscht Bravo zu donnernden Reden. Ob in den großen Gazetten oder den kleinen Löchern der Stammtische: Ein donnerndes Hoch auf die kommenden Siege und die Fratze des Feindes an jeden Baum geklebt. Bemerkte ich schon, daß wir im Gegensatz zum Feind keine Zensur haben? Keine Zensur, sondern nur noch eine Stimme.

Fantasie von übermorgen

Und als der nächste Krieg begann
da sagten die Frauen: Nein
und schlossen Bruder, Sohn und Mann
fest in der Wohnung ein.

Dann zogen sie in jedem Land
wohl vor des Hauptmanns Haus
und hielten Stöcke in der Hand
und holten die Kerls heraus

Sie legten jeden über’s Knie
der diesen Krieg befahl:
die Herren der Bank und Industrie,
den Minister und General.

Da brach so mancher Stock entzwei
und manches Großmaul schwieg.
In allen Ländern gab’s Geschrei,
doch nirgends gab es Krieg.

Die Frauen gingen dann wieder nach Haus
zu Bruder und Sohn und Mann
und sagten ihnen: der Krieg sei aus.

Die Männer starrten zum Fenster hinaus
und sahen die Frauen nicht an…

Erich Kästner

Wer rechnete mit diesen herrlichen Zeiten, denen man uns entgegenführt? Sie können es kaum erwarten. Vorgeplänkel. Unbegabte Vorpostengefechte nur – da müßte man mal mit dem großen Knüppel… 30.000 der Unsrigen sollten reichen. Dann wird er schon laufen, der Feind.
Haben wir nicht die Bombe und die ist viel größer als die Bombe der anderen?
Und die Uniformen! Kommt der Feind mit langem, verlausten Bart, so marschiert unsere schimmernde Wehr – ein Spaziergang! Weihnachten in Moskau.

Kriegslied

Sengen, brennen, schießen, stechen,
Schädel spalten, Rippen brechen,
spionieren, requirieren,
patrouillieren, exerzieren,
fluchen, bluten, hungern, frieren …
So lebt der edle Kriegerstand,
die Flinte in der linken Hand,
das Messer in der rechten Hand –
mit Gott, mit Gott, mit Gott,
mit Gott für König und Vaterland.

Aus dem Bett von Lehm und Jauche
zur Attacke auf dem Bauche!
Trommelfeuer – Handgranaten –
Wunden – Leichen – Heldentaten –
bravo, tapfere Soldaten!
So lebt der edle Kriegerstand,
das Eisenkreuz am Preußenband,
die Tapferkeit am Bayernband,
mit Gott, mit Gott, mit Gott,
mit Gott für König und Vaterland.

Stillgestanden! Hoch die Beine!
Augen gradeaus, ihr Schweine!
Visitiert und schlecht befunden.
Keinen Urlaub. Angebunden.
Strafdienst extra sieben Stunden.
So lebt der edle Kriegerstand.
Jawohl, Herr Oberleutenant!
Und zu Befehl, Herr Leutenant!
Mit Gott, mit Gott, mit Gott,
mit Gott für König und Vaterland.

Vorwärts mit Tabak und Kümmel!
Bajonette. Schlachtgetümmel.
Vorwärts! Sterben oder Siegen!
Deutscher kennt kein Unterliegen.
Knochen splittern, Fetzen fliegen.
So lebt der edle Kriegerstand.
Der Schweiß tropft in den Grabenrand,
das Blut tropft in den Straßenrand,
mit Gott, mit Gott, mit Gott,
mit Gott für König und Vaterland.

Angeschossen – hochgeschmissen –
Bauch und Därme aufgerissen.
Rote Häuser – blauer Äther –
Teufel! Alle heiligen Väter! …
Mutter! Mutter!! Sanitäter!!!
So stirbt der edle Kriegerstand,
in Stiefel, Maul und Ohren Sand
und auf das Grab drei Schippen Sand –
mit Gott, mit Gott, mit Gott,
mit Gott für König und Vaterland.

Erich Mühsam

Nur keine Angst vor dem Kater! Ist es nicht dieser Krieg zu beenden alle Kriege? Die Kinder werden uns danken. Friede in unserer Zeit und ein ruhig schlafendes Feld der Ehre.
Dafür lasst uns alle Räder rollen. `s ist Krieg!

Das letzte Kapitel

Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen lsst,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Milionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.

Erich Kästner

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10 Antworten zu Gedicht am Dienstag (24)

  1. Joachim schreibt:

    Oh, ist schon wieder Dienstag?

    Pantoufle, Du verstehst das alles falsch. Unser Präsident Gauck spannte den Bogen „von der Verteidigung des Westens zur globalen Ordnungspolitik und von der Wehrkunde zum umfassenden Sicherheitsbegriff.“ auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Sicherheit bleibt eine Existenzfrage, für Menschen wie für Nationen“, sagte er.

    Wenn Du nun fragst: „Sicherheit vor was?“ dann bleibt (…) letztlich nur eine Antwort: Die Sicherheit vor Nationen. Jedenfalls dann, wenn ein Staat, eine Nation wie Deutschland, eine Rolle in der Welt übernehmen möchte, diese Sicherheit für den jeweils eigenen Block zu gewährleisten. Geht es nach Gauck, dann ist Krieg also Frieden. Und so dauert es sicher nicht mehr lange, bis die Erde endlich in Frieden ihre Bahn ziehen kann.

    Der Beweis für den nur angedeuteten Schluss sei dem Leser überlassen.

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  2. pantoufle schreibt:

    …ja, hat mich auch gewundert. Wie die Zeit vergeht!
    Soso: Von der »Wehrkunde zum umfassenden Sicherheitsbegriff« klingt schon mal todsicher. Da werden die begeisterten Jugendlichen sicherlich flink wie Windhunde drauf werfen, um sich für den ledrig-zähen Begriff der Sicherheit hart wie Kruppstahl fürs Vaterland zu schlagen.
    Aber wie Du schon so richtig bemerktest: Ich verstehe das wieder einmal alles falsch. Und damit werde ich geduldig weitermachen.

    Die Uniform des Tages ist die Geduld,
    die Auszeichnung der armselige Stern
    der Hoffnung über dem Herzen.

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    • Joachim schreibt:

      Ich muss mich korrigieren. Ich habe, unverzeihlich, „flasch“ falsch geschrieben. So hoffe ich doch sehr, dass Du geduldig weiter machen wirst. Denn Orden aus Metall wird es dafür nicht geben – ich denke, Du schätzt das.

      Übrigens Bachmann gefällt mir hier wirklich am Besten. Sie war eine Seherin. Ihr Denken ist aktueller denn je. Obwohl Tucholskys Frage „Regierte sich je so leicht und bequem wie heute?“ durchaus jetzt auch gerechtfertigt ist.

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      • pantoufle schreibt:

        »Denn Orden aus Metall wird es dafür nicht geben – ich denke, Du schätzt das.«

        Na ja: Ich suche doch immer noch einen »Held der Arbeit«; ist aber selbst antiquarisch schwer zu bekommen 🙂

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  3. Verfasser schreibt:

    Mühsam! Großartig. Aktuell, klar. Ich lese gerade Zweigs Erinnerungen, ebenso erschreckend aktuell: Die Gutgläubigkeit und Naivität vor WK1, was sind wir aufgeklärt, so sehr, dass mit einem Krieg wohl wirklich nicht zu rechnen ist. Das werden die Diplomaten schon hinbiegen. Absurd, das alles, schon immer gewesen, wahrscheinlich.
    (Zu Kästner gab es gerade was interessantes bei Kritik und Kunst, und Danke übrigens für das Lob 😉 )

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  4. pantoufle schreibt:

    Moin Verfasser
    Da ja mal nich für – Ehre, wem Ehre gebührt.
    Das bei »kritik und kunst« hab ich gelesen, auch wenn ich gestehe, daß es mich nur mäßig interessiert. Und wenn Kästner in seinem ganzen Leben nur den »Fabian« geschrieben hätte, wäre ihm ein fester Platz in meinem Herzen gewiss.
    Was nun die Kritik von Walter Benjamin betrifft: In wie weit ein (in meinen Augen kleinliches) Hickhack von 1931 noch Relevanz bezüglich Kästners Lebenswerk hat, sei dahingestellt – was Finkeldey ja, wenn auch mit einem anderen Ansatz, selber schreibt.

    Bei mir darf er ruhig und »in Ruhe gelassen« neben Mühsam und Bachmann stehen… ja: Auch neben Mühsam, den ich ganz besonders schätze!

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  5. Verfasser schreibt:

    Ich meinte ja auch nicht, dass man Kästner jetzt aus dem Regal und dem Herzen jagen sollte, ganz und gar nicht. Nur die Koinzidenz, von ihm kurz hintereinander in zwei meiner abonnierten Stammblogs zu lesen, bewog mich zu dem Hinweis. Ich mag Vergleiche und politische Einordnungen bei Literatur immer weniger. Wenn etwas knallt, dann knallt es. Und da macht es auch nichts, wenn der gleiche Autor auch Scheiss schreibt.
    Schwierig wird es, wenn er für Scheiss schreibt, sprich sich vor ideologische Karren spannen lässt. Springer ist ein No-Go, sozusagen. Aber vieles andere eben auch, weil sich mit dem System arrangiert wird. Schwierig eben, voller Untiefen. Eine davon war bei Kästner sicherlich Münchhausen. Immerhin war es nicht Kolberg oder ähnliches….

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  6. tikerscherk schreibt:

    Ich schleiche um diese Gedichte herum, die mich beeindrucken ob ihrer Kraft, gerade auch Kästner, und ich kann gar nichts dazu schreiben.
    Ich bin so stumm, wie ich taub bin für die Weltgeschehnisse, die ich nicht ertrage und deswegen versuche auszublenden.

    Das macht mich fertig.

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  7. pantoufle schreibt:

    Moin Tikerscherk

    Das ist schon eigenartig. Manchmal denke ich, jeder Schriftsteller/Lyriker hat seine eigene Zeit. Mit Kästner konnte ich lange nichts anfangen; etwas zu brav, zu »fett«. Wären da nicht seine Kinderbücher gewesen… (dabei immer im Kopf behalten, wann sie entstanden sind: es gibt kaum deutschsprachige Autoren, die Kinderbücher stärker beeinflußt haben als Kästner.)
    Jetzt so Seite an Seite mit Mühsam finde ich es seit einiger Zeit auf einmal passend – die Ingeborg Bachmann ist allerdings noch eine ganz andere Baustelle: Da hat Joachim natürlich recht. Auf der anderen Seite ist das hier natürlich auch kein Wettbewerb, wer einem am nachdrücklichsten die Tränen in die Augen treibt. Viele verschiedene Stimmen gegen den Krieg. Und auch gegenüber diesem Krieg stumm zu bleiben ist absolut ehrenwert.

    @Verfasser

    In der Bewertung derjenigen, die während der Nazizeit Deutschland nicht verließen, bin ich sehr, sehr vorsichtig geworden. Es gibt da so eine Arroganz der Nachgeborenen (die ich Dir damit keinesfalls unterstelle), die besagt, daß der politisch korrekte Dichter gefälligst seine Bücher verbrennen zu lassen hat und danach sich selbst, wenn er nicht das Asylantendasein vorzog. Diejenigen, die in Deutschland blieben, tragen den Makel der gemordeten oder vertriebenen Kollegen gleichermaßen wie den Verdacht, mitgemacht zu haben. Und nicht immer war es nur Verdacht.
    Wenn es um persönliche Konsequenzen geht, dann frage sich jeder einmal selber, wie er an dieser Stelle reagiert hätte: In meinem Bekanntenkreis ist mir nur eine Person bekannt, die aus Gründen der vor die Hunde gekommenen Demokratie und der Schuld der Dritten Welt gegenüber dieses Land verlassen hat. Der ist ausgewandert und lebt nun in Afrika, um als Helfer einen geringen Versuch zu unternehmen, diese Schuld abzutragen. Kennst Du jemanden?
    Kästner ist in Deutschland geblieben. Er wird seine Gründe dafür gehabt haben und die werden honorig gewesen sein (eine reine Unterstellung; zugegeben). Aber in einem Punkt bin ich mir sicher: Er wird gelitten haben wie ein Tier.
    Er stand neben dem Feuer, als die Nazis seine Bücher verbrannten.

    »Ich stand vor der Universität, eingekeilt zwischen Studenten in SA-Uniform, den Blüten der Nation, sah unsere Bücher in die zuckenden Flammen fliegen und hörte die schmalzigen Tiraden des kleinen abgefeimten Lügners. Begräbniswetter hing über der Stadt. Der Kopf einer zerschlagenen Büste Magnus Hirschfelds stak auf einer langen Stange, die, hoch über der stummen Menschenmenge, hin und her schwankte. Es war widerlich. Plötzlich rief eine schrille Frauenstimme: „Dort steht ja Kästner!“«

    Da stell Dich mal daneben!
    Es ist vielleicht eine unpassende Analogie, aber: Die verbannten Dichter wurden kanonisiert, während ihre Leser ungestraft bleiben durften.

    Nein, mit Kolberg hat er nichts zu tun gehabt. Und damit wären wir am Anfang der Diskussion, ob es ein richtiges Leben im Falschen gibt.

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    • Verfasser schreibt:

      Vollkommen d’accord: Man weiss immer erst, wie man entscheiden würde, wenn man in entsprechender Situation steckt, alles andere ist Spekulation. Und wenn man rückblickend betrachtet, was man bisher so für Entscheidungen getroffen hat, kann einen das vielleicht ins Zweifeln bringen.
      Die Opernplatz-Geschichte Kästners fand ich auch beeindruckend, zufälligerweise studierte ich gegenüber und hatte dabei auch viel mit diesen Ereignissen und der Exilliteratur zu tun. Keine Frage, dass jedes Exil seine eigene Last hat und im Zweifel in den Tod treiben kann, auch das innere. Und dass es nicht nur schwarz und weiss gibt, gilt natürlich auch hier. Deshalb ist es eben auch Kästners Werk an sich nicht abträglich, wenn ich bei meinem kleinen Aber bleibe, das Münchhausen heisst.
      Diese Ausgangsfrage ist eine ziemlich vertrackte, und wie du ja auch sagst, ziemlich aktuell. Zu deiner Frage: Ich kenne auch genau einen. Dafür genügend andere, die nur noch kopfschüttelnd dasitzen.

      PS. Eine unpassende Antwort auf die unpassende Analogie: Eine der Perversitäten dieses Systems war, dass im Zweifel eben selbst die Leser nicht ungestraft blieben.

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