Keine Hinweise auf Verbindung mit der NSU

Verfolgt man die Berichterstattung über die Ressorts, für die Bundesinnenminister H.P. „Schredder“ Friedrich verantwortlich zeichnet, so ist seit seinem Amtsantritt für hochklassiges Entertainment gesorgt.
Vorläufiger Höhepunkt: Wie die TAZ berichtet, waren zwei Polizisten Mitglieder des rassistischen Vereins Ku-Klux-Klan. Zwei schwäbische Polizisten, die ganz zufällig Kollegen der angeblich von Mitgliedern des NSU ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter waren.

Pause.

Ku-Klux-Klan? Ja, genau der. Die Deppen mit den weißen Kapuzen und öffentlicher Verbrennung von Farbigen und Andersdenkenden. Überflüssig zu erwähnen, das die Beamten immer noch ihren Dienst im Dienste der Allgemeinheit ausüben. Man ist ihnen zwar auf die Schliche gekommen, aber die Polizisten konnten offenbar glaubhaft versichern, daß es ihnen komplett entgangen war, das es sich um eine rassistische und von Neonazis durchsetzte Organisation handelte. Das hatte ihnen offenbar niemand gesagt, als sie bei Nacht und Fackelschein mit (weißem) Blutopfer zum „Ritter“ geschlagen wurden. Diese Antwort von betörender Schlichtheit bringt sie intellektuell mindestens in die Nähe ihres Dienstherren H.P. Friedrich, der auch gleich die Parole ausgibt, daß es wie üblich keinerlei Hinweise auf Verbindung mit der NSU gibt.

Noch eine Pause. (Hechelatmung)

Nach der exzessiven Aktenvernichtung (Keine Hinweise auf Verbindung mit der NSU), dem Austausch der Führung des Verfassungsschutzes (Keine Hinweise auf Verbindung mit der NSU), der putzigen Geschichten der Thüringer Abteilung dieser Behörde (Keine Hinweise auf Verbindung mit der NSU) kommt jetzt der Ku-Klux-Klan ins Spiel (Keine Hinweise auf …). Weder die Polizei noch der Verfassungsschutz haben das geringste mit den Nazimördern zu tun. Nichts. Verwirrte Einzeltäter. Alle.

Die Schrottpresse empfiehlt dem Bundesinnenminister dringend, die Werke Wilhelm von Ockham (1285 – 1347) auf den Index zu setzen und sowohl den Verkauf wie die Lektüre bei hohen Haftstrafen zu verbieten. Ebenso gehören die Bücher von Rudolf Carnap (1891 – 1970) – speziell „Der logische Aufbau der Welt“ von 1928 – auf den Scheiterhaufen. Auch die Theorie der Kugelgestalt der Erde sollte dringend überdacht werden.

… ich fasse es nicht!

ceterum censeo H.P. “Schredder” Friedrich muß zurückgetreten werden.

P.S. Und für alle, die es schon vergessen haben: Polizei jagt NSU-Mörder mit Wahrsager: LINK
Bananenrepublik

Update noch am selben Tag

Wie in der Frankfurter Rundschau jetzt zu lesen ist, gab es sehr wohl Kontakte zum NSU. Zitat:

„Hinzu kommt, dass einem handschriftlichen Vermerk in den Ermittlungsunterlagen zufolge ein weiteres der in Baden-Württemberg aktiven KKK-Mitglieder die Kontaktperson eines Thüringer Neonazis war, der aus Sicht der Bundesanwaltschaft zu den Unterstützern der mutmaßlichen Terrorzelle NSU gehört.“

Die zuständigen Behörden haben Ministerpräsident Kretschmann versichert, daß es einen vollständigen Bericht über die Vorkommnisse in ca. 14 Tagen geben wird. Vorausgesetzt natürlich, die Akten werden nicht am Kreuz verbrannt geschreddert gehen an den CIA sind unauffindbar, weil gelöscht, da der Vorgang schon mehr als 6 Monate zurückliegt.

Minister H.P. Friedrich sollte jetzt um einen Medailiensegen bei den olympischen Spielen beten…

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4 Antworten zu Keine Hinweise auf Verbindung mit der NSU

  1. rauskucker schreibt:

    Vielleicht sollten die lieber gleich den Matheunterricht abschaffen, wo schon kleinen Kindern beigebracht wird, Eins und Eins zusammenzuzählen.

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  2. Pingback: Links 2012-08-01 | -=daMax=-

  3. pantoufle schreibt:

    Ja, diese Lüge hatte ja auch nur eine bemerkenswert kurze Halbwertszeit. Was allerdings bleibt, ist das Erstaunen, mit welchen Meldungen man konfrontiert werden kann, ohne das sich landesweit ein großes Lachen erhebt: „OK, Friedrich! Jetzt aber die Koffer gepackt und ab nach Bayern!“ Die Größe des politischen Versagens erreicht eine Stufe, die nicht mehr fassbar ist. Und keiner lacht, keiner brüllt auf. Die Schmerzgrenze des Publikums wird konsequent in eine Richtung geschoben, daß es in absehbarer Zeit niemandem mehr aufallen wird, wenn diese Herrschaften nicht einmal mehr unfallfrei mit Messer und Gabel essen können.

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  4. opalkatze schreibt:

    Falls du dich noch an meine Blogadresse erinnerst – ich hätte da ’ne Bitte …

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