Dame im gelben Kleid

Das alte Jahr und ich sind nun wirklich müde und wollen uns gar nicht mehr aufregen. Nur dieser Dezember schaut allzu oft zur Uhr und fragt, wann er denn nun endlich zu Ende sei.

Genug, denn heute ist ein freier Tag in Wien! Man mag ja über die Österreicher denken, wie man will – für Wien sind sie nicht verantwortlich. Diese wunderschöne Stadt mit ihren breiten Boulevards, den Parks und alten Bürgerhäusern, an deren Wänden sich die pausbackigen Engel und wohlgenährten Frauen räkeln. Verschlafen sieht das aus : Kaiser Franz Josef I, ausgeschlossen von der Symphonie der Großmächte tobte seinen Bewegungsdrang in Wien aus, ließ das mittelalterliche Stadtbild, die Wehranlagen schleifen und baute mit viel Platz zum Leben, oder was man zu dieser Zeit dafür hielt.

Dieser Umzug vom alten ins neue Wien erscheint merkwürdig unbeendet, sieht man sich die Häufung von Denkmälern an, die an jeder freien Stelle herumstehen. Jedes freie Plätzchen, welches beim allerbesten Willen nicht mehr sinnvoll zu nutzen war, wird bevölkert von Sockeln, zu deren Füßen hingebungsvoll barocke, leicht bekleidete Damen liegen, sich Engel und Schlangen winden. Wie bei einem unvollendeten Umzug steht das Zeug noch herum. Kriechgetier zu Füßen der Helden dieser Stadt. Grillparzer dichtet also seit hundert Jahren weiter in Bronze, Johann Strauß schwingt den Stock, damit die weißen Mädchen und die uniformierten Kavaliere sich niemals aufhören, im Takt des Walzers zu drehen. Die Türken kommen: Dreht euch, tanzt. Robert Blum stirbt am Vormittag für die deutsche Idee, füsiliert von der Garde – am Nachmittag ist Walzer im Stadtpark. Der Thronfolger und seine Frau sind tot, tippelt zum Pizzicato der Geigen in der Sonne. Ein grauer Zug von Toten – vergast, erschossen, zerrissen von Granaten: dreht euch, Wiener, tanzt. Der Kaiser des Walzers spielt auf, Johann Strauß.

Hundert Meter davon entfernt sieht sich Ludwig v.Beethoven leicht angeekelt eine dürftig bekleidete Schönheit zu seinen Füßen an, die mit einer Hand nach seinen Beinen grabscht, während die andere gerade einer Schlange den Garaus macht. Auf der Flucht vor der holländischen Küche verschlug es ihn nach Wien : Ein Österreicher war er dann aber doch nicht.
Wen kümmert es … Auch der arme Hans Makart (1840-1884) muß sich abbilden lassen im Wams der spanischen Eroberer Amerikas, den Hosen des frühen 17. Jahrhunderts und einem gotischen Gestühl. Der Malerfürst, der so voller Ahnungen die Malerei des 20.Jahrhunderts vorfühlte. Wenigstens haben sie ihn nicht in Schokolade gegossen wie den Mozart, der nur noch auf Silberpapier vorkommt – vom obligatorischen Guß in Bronze abgesehen.
Aber das ist ja nicht alles. Wien ist ja nicht nur ein größenwahnsinniges Bürgertum, ein machtbesoffenes Militär und ein debiler Kaiser. Es gibt ja noch unendlich viel mehr. Einen wunderschönen Teil davon beherbergt das Stadtmuseum von Wien am Karlsplatz.

Die Abteilung für Frühgeschichte ist sehr interessant, wenn auch schlecht geordnet und viel zu klein. Aber welchen Touristen interessiert schon die Hallstattkultur oder die Römerzeit?
„Karl-Ernst! Ist da was? Was für die Kinder?“ „Nö, Katrin, nur blöde Scherben!“
So muß man eben schnell weiter – die Zeit des Barocks und des Rokoko überspringen wir mal schnell. Dieser Bonbonbarock, den Gestank und die Misswirtschaft, das Gottesgnadentum und den Verrat am heiligen römischen Reich deutscher Nation. Husch-Husch ins 19. Jahrhundert. Befreiungskriege? Fehlanzeige! Napoleon? Nicht zu entdecken! Die Österreicher haben wohl tapfer gekämpft und das auch die ganze Zeit. Nur der jeweilige Gegner bleibt weitestgehend im Verborgenen.

Einen der grimmig dreinblickenden Türsteher frage ich nach Bismark und den Krieg von `66. Auf der anschließenden Flucht stolpere ich über 4 Quadratmeter 48` Revolution. Ähnlich einem Glaskasten für Raucher auf einigen Flughäfen in Europa hat man sie hier eingesperrt. Ein paar Säbel, die Bilder der Barrikaden und einen verlorenen Hut – es war halt nicht schön, vergessn`s mal lieber schnell! Auf massive Drohung einiger Historiker hat man im Kleingedruckten sogar angedeutet, dass Fürst v.Metternich in Folge dieser Ereignisse geflohen, besser gesagt : Auf Geschäftsreise gegangen ist. Das Biedermeier präsentiert sich also von seiner romantischen Seite. Geschichte als Lego-Baukasten. Bestimmte Formen kommen eben nicht vor.

Aber nach 1848 geht’s los. Wir nähern uns ja mit Riesenschritten dem 20.Jahrhundert, dem Art Deco und Jugendstil.
Und dafür gibt es die Ausstellung über Emilie Flöge, die Wiener Werkstätten und Gustav Klimt.
Da tauche ich ein und bin nach kurzer Zeit besoffen von soviel Schönheit. Ein Gemälde von Klimt (Liebe) kostet mich wenigstens eine halbe Stunde Zeit Sehens – und gibt mir 100 Jahre Liebe, aus der Ausstellung von Schmuck aus dieser Werkstatt will ich gar nicht wieder weg, wäre da nicht nebenan die Emilie, ihre Kleider und ihr Gustav; die Möbel sind atemberaubend… eine Vitrine aus Holz, Glas und Messing, die nichts weniger als vollkommen ist. Stühle, die wie schwere – und masselos an schwebenden Tischen stehen in Räumen, die nur aus Licht zu bestehen scheinen.
Es ist ja nicht das erste Mal, das ich mich von Formen des Jugendstils nicht losreißen kann, dass ich sie mit den Augen fresse wie einen Braten, aber es ist das erste Mal, daß mich die Arbeiten der Wiener Werkstätten so zu fassen bekommen: Ein gesamtes Kunstwerk für alle Bereiche des Lebens zu schaffen, in der eine Form sowohl für einen Manschettenknopf wie auch für ein Bettlaken taugt, in dem jedes Detail des Alltags sich erst der Zweckmäßigkeit unterwerfen darf, wenn die Form perfekt in die Umgebung angepasst ist.

Hier ist kein Walzer mehr. Hier ist irgend etwas zwischen Stockhausen und Grieg, die Leichtigkeit und Schwere Fontanes. Die Blumen und Ornamente aus Glas, die Pflanzen aus Holz, die Weite und Leichtigkeit und dieses Licht verträgt keine Herrschaft : Es ist ein zutiefst nichtautoritärer, nach Freiheit fordernder Ausdruck. Es ist die Auflösung des alten Bürgertums und gleichzeitig seine höchste Erfüllung, seine einzige Chance. Dieses Bürgertum, das hin- und hergerissen zwischen Neopositivismus und van Gogh eine unsinkbare Titanic versenkt, eifrig ethnologische Studien betreibt, um seinen Imperialismus zu rechtfertigenund das sich kurz darauf in den Schützengräben gegenseitig exekutiert.
Aber hier ist ein letztes Mal eine reine Schönheit und der Wille zur Versöhnung, ein Ruf, der bis heute verstanden werden kann. Ich bin angekommen.

Am Eingang zu dieser Ausstellung hängt die „Dame im gelben Kleid“ von Max Kurzweil. Ihre zierlichen Handgelenke schweben leicht über dem Sofa, über das ihr goldgelbes Kleid wie Wasser strömt. Noch trägt sie ein Mieder wie es die Mode vorschreibt, aber ihr skeptisches Gesicht zeigt schon nicht mehr den gesenkten Blick – da ist schon so viel Widerspruch, soviel Selbstbewusstsein und auch soviel Langeweile über das, was wohl jeder von ihr erwartet, daß das Portrait zum Kampfruf mutiert. Dieser Gesichtsausdruck kann alles ändern : sogar eine Zeit.

Genug: es ist ja alles nicht wahr. Die Wahrheit? Joseph Roths „Radetzkymarsch“ und die Zeichnungen eines Ferdinand von Reznicek? Es ist nicht viel geblieben. Das, was dort hinter Glas liegt, ein paar Photos, Schmuck und die Illusion von Genuss. Die Proletarierin in der Altstadt von Wien in ihrem dreckigen, feuchten Zimmer inmitten einer Unzahl von Kindern hätte fassungslos den Kopf darüber geschüttelt. Bald ist es vorbei. Das Kleid nicht mehr gelb sondern grau, mit einem Mieder kann man nicht an den Drehbänken in den Fabriken stehen und Granaten drehen.

Woher bekomme ich jetzt einen Wein – Wiener Cafehaus-Romantik gibt es um diese Uhrzeit nicht mehr. Das verregnete Wien wird erleuchtet durch ein paar Straßenlaternen und – viel heller – die Reklametafeln, die anzeigen, daß die Wiener Schule den Kampf um die Gunst des Publikums verlor. Stromlinienförmige Telephone für quadratische Menschen, Deo gegen den Geruch der Fäulnis. Eine temporäre Grünanlage in Form von eingezäunten Weihnachtsbäumen wartet für heute nicht mehr auf Käufer, aber dahinter versteckt sich eine Holzhütte, die von außen aus Brettern, von innen aus Weinflaschen besteht.
Nein, man hätte durchaus noch geöffnet, nur herein! Der Herr wünschen einen Wein? Außer mir sind weniger als eine handvoll Menschen in dieser Hütte, die bereits einen recht wunschlosen Eindruck machen.
Eine Flasche Roten bitte – nein, nicht den, den Sie gerne verkaufen würden – bitte einen, den Sie jetzt gerne trinken würden! Ein Lächeln und die Ermahnung „geben Sie ihm einen Moment – er ist wirklich gut“. Das Weingut Wohlmuth präsentiert einen Blaufränkischen, der sentimental macht.
Karl Kraus liest aus den „letzten Tagen der Menschheit“:

EIN VERWUNDETER

tastet sich kriechend vorwärts

Fluch, Kaiser, dir! Ich spüre deine Hand,
an ihr ist Gift und Nacht und Vaterland!
Sie riecht nach Pest und allem Untergang.
Dein Blick ist Galgen und dein Bart der Strang!
Dein Lachen Lüge und dein Hochmut Haß,
dein Zorn ist deiner Kleinheit Übermaß
der alle Grenze, alles Maß verrückt,
um groß zu sein, wenn er die Welt zerstückt.
Vom Rhein erschüttert ward sie bis zum Ganges
durch einen Heldenspieler zweiten Ranges!
Der alten Welt warst du doch kein Erhalter,
gabst du ihr Plunder aus dem Mittelalter.
Verödet wurde ihre Phantasie
von einem ritterlichen Weltkommis!
Nahmst ihr das Blut aus ihren besten Adern
mit deinen Meer- und Luft- und Wortgeschwadern.
Nie würde sie aus Dreck und Feuer geboren!
Mit deinem Gott hast du die Schlacht verloren!
Die offenbarte Welt, so aufgemacht,
von deinem Wahn um ihren Sinn gebracht,
so zugemacht, ist sie nur Fertigware,
mit der der Teufel zu der Hölle fahre!
Von Gottes Zorn und nicht von seinen Gnaden,
regierst du sie zu Rauch und Schwefelschwaden.
Rüstzeug des Herrn! Wir werden ihn erst preisen,
wirft er dich endlich zu dem alten Eisen!
Komm her und sieh, wie sich ein Stern gebiert,
wenn man die Zeit mit Munition regiert!
Laß deinen Kanzler, deine Diplomaten
durch dieses Meer von Blut und Tränen waten!
Fluch, Kaiser, dir und Fluch auch deiner Brut,
hinreichend Blut, ertränk sie in der Flut!
Ich sterbe, einer deutschen Mutter Sohn.
Doch zeug‘ ich gegen dich vor Gottes Thron!

Er stirbt.

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32 Antworten zu Dame im gelben Kleid

  1. FF schreibt:

    Schöner Reisebericht! Der Witz an Wien ist ja, daß die heutige Stadt, ganz ähnlich wie London (und ein bißchen wie Paris), als Zentrum eines Weltreichs gedacht, geplant und angelegt wurde. Großmanns-Architektur voller imperialer Gesten zur Selbstbeweihräucherung der Eliten und zur Einschüchterung der Untertanen.

    Jetzt – als popliges Verwaltungzentrum eines viertklassigen Zwergstaates – ist das alles natürlich mindestens fünf Nummern zu groß. Jaja, die Launen der Geschichte…

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    • pantoufle schreibt:

      Stimmt auffallend! Besonders anschaulich wird es, wenn sich die Geschichte entschließt, vorzeitig zuzuschlagen wie z.B. in Lissabon.
      Was mich an Wien besonders abgestoßen hat, war die Tatsache, daß es lange unmöglich erschien, auch nur einen halbwegs trinkbaren Wein zu ergattern. Das Zeug, was die im Angebot hatten, wäre ein Grund gewesen, die Stadt aus dem Baedecker zu streichen. Die Bretterhütte hat das im letzten Augenblick verhindert.
      London zählt nicht! London ist meine Lieblingsstadt im bekannten Universum. Großmannssucht? Ja! Aber John Bull liebt nun einmal diese Zuckergussarchitektur, die sich wie mit Kämmen modelliert kilometerweise hinzieht. Spätestens beim Anblick des – nennen wir es mal Bürokomplex – der Admiralty wird einem klar: Von hier wurde ein Imperium verwaltet. Das in 10 downing street neuerdings Cameron anstelle von William Ewart Gladstone regiert, darf an dieser Stelle aufrichtig bedauert werden – das darf man London nicht ankreiden. England hat Charles I wie Thatcher überlebt und es wird auch dieses Kabinett überleben, wenn auch vielleicht ohne Schottland.
      Aber auch das wäre nicht das erste Mal.
      Nein, London zählt nicht!

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  2. FF schreibt:

    Na gut, lassen wir London mal beiseite. Aber Wien – schon ein hartes Los. Von hero to zero in nicht mal hundert Jahren. Wenn es so etwas wie die Seele einer Stadt gibt – wovon ich fest überzeugt bin -, müßte der Befund wohl klinisch, nämlich auf ausgewachsene Depression, lauten.

    Die kann man doch heute jedem zweiten dieser unglückseligen Bewohner am Knopfloch ablesen. So benehmen sie sich zumindest… Auf den Punkt hat das einer meiner Lieblingspoeten gebracht. „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“. Georg Kreisler.

    PS.: Wenn es nicht von Kreisler wäre, hätte es auch von Falco stammen können.

    PPS.: Überlege gerade, wer die größere Lücke hinterlassen hat. Wohl doch Kreisler. Aber Falco ist für mich keineswegs abgeschlagen.

    PPPS.: Ich würde meinen kleinen Finger opfern, wenn ich einen Tag im Wien von neunzehnhundertzwölf herumschlendern könnte. Okay, den Blinddarm. 🙂

    PPPPS.: Netter Scherz, das mit Schottland.

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  3. Susanne schreibt:

    Sehr schön – danke! Und hört auch noch mit Karl Kraus auf … was will man mehr?

    Kleine Anmerkung: Der Maler heißt Kurzweil. http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Kurzweil
    Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. 😉

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    • pantoufle schreibt:

      Uppps! Wie konnte das passieren? Ich habe doch… recherchiert? Na, dann wohl nicht richtig. Wird sofort geändert. Sowas aber auch… Trotzdem war es schön in dem Museum. In Wien hört alles mit Karl Kraus auf – oder mit Joseph Roth.
      Ich zittere gerade mit Pippa: Du machst es ihr aber auch schwer!
      Liebe Grüße
      das Pantoufle

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      • Susanne schreibt:

        Ich hab auch manchmal einen Namen in der Schublade neben einem anderen abgespeichert und die springt dann ungefragt auf. Besonders doof, wenn einem das mit der eigenen Figur passiert und man das nicht merkt. Gut, wenn das Lektorat dann aufgepasst hat. :-))
        Karl Kraus, Joseph Roth … seufz. Ich liebe sie und alle im Umkreis. (Mein „Prüfungsfach“ bei der Buchhändlerprüfung: Wiener Moderne. Liegt ein bisschen früher, aber streift sich noch …
        Du zitterst mit Pippa. Wie schön … 🙂

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  4. Fanny schreibt:

    Es hat mich gefreut: Wieder eine Reise. Mit Kultur. Mit Geschichte.
    Faszinierendes Bild!
    Schönen Gruß 😉

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    • pantoufle schreibt:

      Zückersüße Mozartmarmeladenschnitte mit einer Extraportion Zucker, angerichtet auf einem Teller aus gehäkeltem Schmäh.
      Moin Fanny!
      Ich habe gar lange nichts mehr von Dir gehört: Du liebst mich nicht mehr. Gips zu!
      Weit und breit kein bissiger Kommentator, der Dir nach den Fingerspitzen schnappt – da meldet sie sich wieder zurück aus ihrem monatelangen Urlaub. Und sie hat kein einziges Mal an mich gedacht! Herzzzlos!
      Mein Marzipan ist so alle wie mein Geld, aber das Herz schlägt noch. Unter anderem für Dich, Lieblingsfranzösin.
      Dann bist DU also wieder da: Ich habe Dich vermisst.
      Liebe Grüße
      das Pantoufle

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  5. Fanny schreibt:

    Ist klar, Pantoufle!!! Und ich konnte hier keine Kommentare mehr posten, weil meine Finger vom vergeblichen Wählen Deiner Telefonnummer wund waren… (mittlerweile hat sich schon Hornhaut gebildet).
    Eine Mozartkugel lasse ich hier noch bis zu Dir rollen.
    Herzlichsssssst.
    Fanny

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  6. Derek Jefferson schreibt:

    Sehr geehrter Herr Pantoufle

    Ich glaube nun leider daß Sie hier ein Publikum offensichtlich täuschen wollen. Es scheint ja so zu tun, daß Sie hier in gewissen Kreisen Eindruck gewinnen wollen. but, es ist eben nicht so. Ich habe den Eindruck gewinnen müssen, das Sie ebnen nicht, wie Sie vorgeben, Geschichte studiert haben. Ich bin sehr maßlos entäuscht von Ihnen. Ich möchte tatsächlich nicht mehr näheren Eindruck hier stattgeben.
    Es tut mit sehr leid bei Ihrer Seite Auftritt genommen zu haben.
    Hochachtungsvoll
    Lancelot Derek Jefferson
    Mevagissey St Austell UK

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  7. Fanny schreibt:

    Nennt sich der Dorn etwa Napoleon ?
    Bitte beruhigen Sie sich doch und sprechen Sie mit uns.
    Fanny

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  8. Volker Bering schreibt:

    Na Moment einmal- wieso Napoleon?
    Immerhin ist der Zweifel ja nicht ganz unberechtigt. Ich beobachte das hier schon eine ganze Weile und habe auch meine Zweifel, ob der Schreiber dieses Blogs sich auf Feinheiten einlassen kann, den er wohl nicht ganz gewachsen ist. Wer auf Herrn Gutenberg ( und viele andere) zielt und seine Plagiate reflektiert, dürfte es sich wohl gefallen lassen müssen abgekanzelt zu werden. Zumal seine eigenen Artikel ja auch nicht ganz plagiatsfrei sind! Alles in allem darf man von obigen Artikel wohl behaupten, daß es ihm an gewisser Stringenz im Denken fehlt und darüberhinaus kann der Hinweis des Bloginhabers, daß ihm einst von seinen Professoren beigebracht wurde wissenschaftlich zu arbeiten, in seinen Artikeln kaum verfallen. Kurz und gut diese ganze Angelegenheit scheint mir recht selbstgefällig zu sein. Vielleicht kann hier ja einmal von Pantoufle aufgeklärt werden wo er was und bei wem studiert hat, damit man mit seinen Lehrer mal dieses Hühnchen rupfen kann.

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  9. Susanne schreibt:

    WTF? Trollinvasion vom Mars?

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  10. Volker Bering schreibt:

    Netter Versuch!
    Aber selbst wenn es einer wäre, so könnte das Pantoufle sicher selbst danach fragen. Was glauben Sie eigentlich ? – daß Blogleser nicht in die Lage wären selbst zu entscheiden ob in irgend einer Weise Partei genommen wird oder nicht- sie also, weil sie Leser sind, einen Dachschaden haben?
    Ich kann Ihnen in Ihrer Invasionsvermutung wirklich nicht weiterhelfen.

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    • Susanne schreibt:

      Meine Güte, Sie klingen so ashtig. Ich befürchte langsam, dass eine neue Form des Computervirus die Schranke zwischen Maschine und Mensch übersprungen hat. Folge: eine akute Verwirrung der Denkprozesse und ein ebensolcher Verfolgungswahn. Ich würde eine schnelle und radikale Therapie mit einem der handelsüblichen Virenprogramme empfehlen. Aber vorher daran denken: Virensignaturen updaten!
      Mit herzlicher Sorge!

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  11. pantoufle schreibt:

    So … erst mal in der schönen Abendsonne gewesen und ein paar Bilder gemacht – mit einem ganz unempfindlichen stativsüchtigen Film – es lohnt sich! Schöne Luft, ein wenig Schnee und gar so kalt ist es gar nicht.

    Sehr geehrter Herr Bering
    Das Sie das hier schon eine ganze Weile beobachten, freut mich. Daß es Ihnen nicht gefällt, nehme ich mit Bedauern, aber verhältnismäßig gelassen zur Kenntnis. Das ist mein persönlicher Blog und es wäre höchst eigenartig, wenn alle Leser meine Meinung teilen würden.
    Etwas weniger gelassen registriere ich allerdings auf Beschimpfungen gegenüber meinen Lesern. Einige von ihnen kenne ich persönlich, andere durch Briefwechsel oder was der Möglichkeiten mehr sind, sich anzunähern. Selbst wenn ich keinen von ihnen kennen würde:
    Beleidigungen und Beschimpfungen hier auf meinem Blog dulde ich keinesfalls. Sollte sich so eine Entgleisung wiederholen, mache ich von meinem Hausrecht Gebrauch und schiebe Ihre Kommentare zur Viagra, überflüssigen Plugins und „mehr davon“. Man nennt das „Spamfilter“

    Punkt 1.
    Vorwürfe des Plagiats verbindet man sinnvollerweise mit exakten Beispielen. Die reine Vermutung in den Raum zu stellen, stellt sicherlich eine erhebliche Arbeitserleichterung für den Ankläger dar, nährt aber andererseits den Verdacht, daß es sich um stumpfsinnige trollerei handelt.
    Ich möchte an dieser Stelle behaupten, daß ich mit Kommentaren und Zitaten vorsichtig umgehe und dem aufmerksamen Leser nicht entgeht, wer da zitiert wurde. Sollte ich da falsch liegen, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

    Punkt 2.
    Die Professoren, bei denen ich als Gasthörer neuere Geschichte gehört habe, werden sich vermutlich (im Grabe) umdrehen, wenn sie mich lesen würden – ähnlich wie Ihr Deutschlehrer.
    Die Schrottpresse ist kein Geschichtsseminar und es soll auch keines werden. Es handelt sich vielmehr um feinfedrigen Qualitätsjournalismus (steht in der Kopfzeile). Eine Folge davon ist, das mehr als 95% aller Artikel mit „Polemik“ getaggt sind. Wie stringent meine Gedankengänge sind … ach, da darüber können Sie sich gerne mit den anderen Lesern streiten. Meiner Meinung nach: So lala.

    Punkt 3.
    Ich habe mir die Mühe gemacht und die „Dame in Gelb“ noch einmal gelesen – nur um sicherzugehen, daß wir über dieselbe Geschichte reden. Es ist eine Geschichte über einen Museumsbesuch in Wien. Er endet, wie die meisten meiner Geschichten, bei Essen und Wein. Warum vermutet eigentlich niemand, daß ich von Wein auch nichts verstehe?
    Das, um was es geht, ist der Eindruck, den eine bestimmte Abteilung auf mich gemacht hat. Mehr nicht. Mein Museumsbesuch – wer nicht mitwill, darf zu Hause bleiben.
    Hochachtungsvoll
    das Pantoufle

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  12. Volker Bering schreibt:

    Also tut mir leid-
    Gasthörer ? Professoren schon alle tot?
    Da ist dann ja nichts zu machen. Selbstverständlich nehme ich meine Kritik zurück.

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  13. pantoufle schreibt:

    Was bleibt?

    Die Namen der Professoren werden sicherlich noch herauszubekommen sein. Aus dem Gedächnis nicht, aber mit ein wenig Mühe…
    Es bleibt recht wenig: Außer, daß Sie sich bei den Lesern entschuldigen können. Namentlich bei Susanne und Fanny.
    Und wegen des Plagiates wäre noch ein Hinweis hilfreich.

    Ach ja: Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Lesern wie Ihnen und Herrn Jefferson: Herr Jefferson darf hier alles sagen, auch wenn es mir nicht gefällt oder es schmerzt. Sie nicht.

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  14. Volker Bering schreibt:

    Um eine Zulassung als Gasthörer an deutschen Universitäten zu erlangen muss man in der Regel einen Antrag stellen. Die Universitäten verlangen auch Gebühren für ein Gasthörerstudium nach den Landeshochschulgesetzen. Ich kann Ihnen also durchaus behilflich sein, in Ihrer Mühe, sich an diesen oder jenen Professor zu erinnern. Nennen Sie doch einfach diese Universität und das Datum Ihres Gasthörerantrags und ich sage Ihnen, wer diese ( wenn auch verstorbenen) Professoren waren.

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  15. pantoufle schreibt:

    das sollte im März 1985 an der TU Braunschweig gewesen sein.

    P.S. Was mir dabei einfällt: Gekostet hat das gar nichts, soweit ich mich erinnere. Das war so schlecht besucht, daß man froh war, daß überhaupt jemand kam. Das Verhältnis „Lehrkörper“ zu Studenten war im ersten Jahr ca. 1:6 … na gut: vielleicht ein klein wenig besser; aber die Größenordnung stimmt.

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  16. FF schreibt:

    Ich habe es weiter oben in anderem Zusammenhang schon erwähnt, wiederhole es aber – aus wie mir scheint, aktuellem Anlaß – gerne: Gegen die menschliche Dummheit, deren vornehmere Spielart wohl die Borniertheit ist, kämpf(t)en selbst die Götter vergebens.

    PS.: Vielleicht sollte man mal eine Art Professoren-Quartett erfinden. Eine Klientel dafür scheint es ja zu geben. 🙂

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  17. pantoufle schreibt:

    Danke für den Trost – es ist ganz lustig: Ich komme gerade von einem Konzert, in dem der Gitarist mit mir das selbe Kolleg besucht hat. Er wusste die Namen auch nicht mehr, aber wir hatten viel zu lachen. Eine nette Show, ein schönes Abendessen, herrliche Erinnerungen.
    Ja, ich habe die Kommentarfunktion im ersten Augenblick auf „moderiert“ umgeschaltet – nein, ich werde sie wieder offen lassen. Solche Leute werden mir die gute Laune, auf diesem Blog zu schreiben, nicht vermiesen. Ich werde einfach weiter so wenig stringend und unlogisch weitermachen wie bisher. Wem es nicht gefällt: Es gibt genügend andere Blogs.

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  18. opalkatze schreibt:

    [Ach du lieber Himmel. Was ist denn hier los …? Tant pis.]

    Wun-der-bar.

    Den Bahr und den Schnitzler kannst du ja gnädig vergessen. Aber, bitte, nicht den Peter Altenberg, der passt da auch noch sehr gut hinein. Und Roda Roda.

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  19. Pingback: Glanzlichter 84: Plagiate, Schulden und ein Pyjama « … Kaffee bei mir?

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