Literatur-Kriminalität im Internet

Ich hätte eigentlich gedacht, daß sich die Geschichte mit John Asht und der Bloggerin Myriel an einem verspäteten Nachmittag erledigt hätte – weit gefehlt. Das Drama geht auch am heutigen Tag weiter.

Facebook, Twitter und Blogs sind feinfühlige Instrumente. Der Schriftsteller John Asht wählte die Axt anstelle des Skalpells und erteilte eine Lehrstunde darüber, wie man es auf keinen Fall machen sollte. Mit vollen Segeln und ohne Kapitän im Shitstorm.

An diesem Morgen erscheint auf dem Blog John Ashts – um gleich in der Syntax zu bleiben – ein „Logbuch Eintrag – Jahr 2012 Monat 01 Tag 23.“

„Experiment gelungen – die Organisierte Literatur-Kriminalität im Internet ist bewiesen: Google Alert hat mir binnen nur 2 Tagen ganze 742 neue, gehässige Rezensionen meines Romans >TWIN-PRYX, Zwillingsbrut< gemeldet. Dabei aber wurde in dieser Zeit kein einziges Exemplar verkauft, geschweige denn von einem dieser Möchtegern-Rezensenten gelesen (904 Seiten). Da wurde auf organisierte und abgesprochene Weise einfach nur der Klappentext im Internet begutachtet und bösartig auf die Tasten gehauen. Das ist kriminell, weil es eine >Absichtliche Geschäftsschädigung wider besseren Wissens< ist.“

Daß in dieser Zeit kein Exemplar seines Buches verkauft wurde, ist glaubwürdig – das könnte sich zum Dauerzustand entwickeln. Da hilft kein Bramarbasieren und kein Selbstmitleid; auch der Verweis auf eine „Rezensenten-Mafia für geistig Arme“ ist wenig hilfreich. Man bekommt den Eindruck, daß Asht den gestrigen Tag damit verbrachte, sich leid zu tun – es wäre hilfreicher gewesen, sich die Kommentare auf den verschiedenen Blogs und die Diskussionen genauer anzusehen. Auch das Schließen der Facebookseite und des Twitter-Accounts war psychologisch wenig geschickt.

Was sich in den letzten 48 Stunden in den Kommentaren der Blogs abspielte, war überraschend genug: Der Ton war erstaunlich ruhig, eher amüsiert; die Moderatoren baten ihre Leser erfolgreich um einen sachlichen Ton, da Verlag und Autor offensichtlich schnell mit der Keule „Rechtsmittel“ bei der Hand sind. Der Tenor war eindeutig: Man kann, muß aber nicht die Bücher von John Asht lesen, die Verlegerin hat ihre Funktion zur Moderation nicht wahrgenommen – im Verlagshaus Roder wurden die Fensterläden geschlossen – es wurde nach meinem Erkenntnisstand nirgendwo von dieser Seite ein Gespräch gesucht. Es handelt sich wahrscheinlich um die vollständigste Auflistung aller Fehler, die man in so einem Fall machen kann.

Der Kern des Streites – aus Sicht von Verlag und Schriftsteller – wird in der angeblich mangelnden Qualifikation der Kritikerin gesucht. Die unsachlichen und im Tonfall indiskutablen Vorwürfe gegen Myriels Blog lassen keinen anderen Schluss zu. Dabei stellt sich die Frage, von wem man denn bitte kritisiert werden möchte. Asht nimmt nach eigenen Aussagen für sich in Anspruch, daß die Qualität seiner Werke von gestandenen Literaturkritikern beurteilt werden soll. Nur sie zeichnen sich angeblich „vor allem durch Seriosität, Fachwissen und Objektivität“ aus. Die positiven Rezensionen auf „Amazon“ können demnach nicht dazugehören: In gleichartigem Stil geschriebene überschwängliche Bewertungen von etwas zu offensichtlichen Jubelpersern verfasst. Ist es wirklich das, was Asht will?
Wer soll es denn bitteschön sein? Kurt Tucholsky, Alfred Kerr, Karl Kraus oder auch nur Marcel Reich-Ranicki? Nun gut – unter den Lebenden weilt nur noch Reich-Ranicki und da stellt sich die Frage, ob so eine Rezension im Sinne des Autors wäre. Ich habe es an anderer Stelle schon gesagt: Ich habe das fragliche Buch von Asht nicht gelesen. Es existieren Leseproben auf der Verlagsseite, die mir als Anhaltspunkt vorliegen. Und das sieht nicht gut aus. Als einer der wenigen Menschen, die noch nie Harry Potter gelesen haben und einer gewissen Abneigung gegenüber Geistern und Mysterien, fehlt mir jeder Vergleich. An phantastischer Literatur (die Asht für sich in Anspruch nimmt) habe ich – mit großem Gewinn – Gustav Meyrink und E.T.A. Hoffmann gelesen.

Beim Stöbern in den Leseproben Ashts sticht der Mangel an sprachlicher Gewandtheit ins Auge, ein geradezu krankhafter „Adjektivismus“ – so etwas kennt man aus Westernromanen und ähnlicher Literatur, die für 2,50€ an jedem Bahnhofskiosk ausliegen … ahemm – also die Schrottpresse schreibt mal eben Westernroman; das könnte dann so klingen :

Der Sheriff kniff seine Augen zu schmalen Schlitzen zusammen, drehte sich beunruhigend geschmeidig auf den spitzen, wenn auch nicht mehr ganz sauberen Absätzen seiner ehemals braunen Stiefel um und ging in den Forst – nicht ohne sich zuvor dem korrekten Sitz seiner abgenutzten, silbrigglänzenden Waffe, diesem treuen Gefährten, zu versichern

Nein, das ist nicht satirisch überhöht – das klingt stellenweise wirklich so:

„Der grauhaarige Decurio formte seine Augen zu schmalen Schlitzen, legte seine wettergegerbte Stirn in noch tiefere Falten und hatte Mühe, im zuckenden Lichtspiel Einzelheiten der Gestalt deutlich auszumachen. Eines aber verstand er sofort, nachdem er die lähmende Ausstrahlung dieses Wesens an seinem ganzen Körper spürte: Die sonderbaren Begebenheiten, die man sich im Imperium über dieses Maag Mell erzählte, schienen mit Sicherheit nicht weit hergeholt zu sein.“

Im Interesse des Autors John Asht hoffe ich, daß es sich bei „TWIN-PRYX“ nicht um die auf 904 Seiten aufgeblähte Version eines Groschenromans handelt, welcher selbst bei größter Langeweile während einer Bahnfahrt im Mülleimer der Deutschen Bundesbahn landet. Der Überlebensinstinkt Ashts hat sich während der vergangenen 2 Tage als recht zartes Pflänzchen erwiesen – ich hoffe inständig, daß noch soviel davon vorhanden ist, nicht auf eine Rezension Reich-Ranickis zu bestehen.

Es gibt hier auch noch eine Möglichkeit, die offensichtlich allen Beteiligten noch nicht in den Sinn gekommen ist. Warum vergessen Verlegerin und Autor nicht einfach die dümmliche Idee, den Kritiker vor den Kadi zu zerren (wozu es ohnehin kaum kommen wird) und ändern die Strategie. Der Künstler tritt vor sein Publikum und verkündet sinngemäß etwas folgendes:

„Ok, das war jetzt nicht soo schlau – bitte Schwamm drüber und vergesst den ganzen Unsinn. Ich will nun einmal unbedingt schreiben und will auch meine Bücher verkaufen. Wie wäre es also, wenn ich ein neues Buch anfange – wenn ich fertig bin, kriegt Myriel ein Leseexemplar und vielleicht gefällt ihr das ja besser. Ich verspreche, mir entsetzlich Mühe zu geben und werde es auch nicht 904 Seiten lang machen … 700? Na gut: nicht mehr als 450. Die Helden werden nicht dauernd krallige Hände haben, kullernde Tränen oder mit irgend welchen Schießprügeln rumlaufen. Ein paar Geister werden ja wohl in Ordnung sein – ich mag das nun mal so – und beim Schutzumschlag frage ich beim nächsten Mal einen Grafiker und nicht den Hautarzt.“

So oder so ähnlich würde ich mir ein versöhnliches Ende dieses Dramas vorstellen. John Asht hat sich nicht gerade als Sympathieträger ersten Ranges erwiesen, aber jeder Mensch verdient eine zweite Chance.

… und den noch: Link für Autoren und Verleger, die die Nerven verloren haben!

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60 Antworten zu Literatur-Kriminalität im Internet

  1. daMax schreibt:

    ROFL! Gut gegeben!

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    • pantoufle schreibt:

      Moin, daMax – schön, das es Dir gefällt. Eigentlich hatte ich der Katze versprochen, daß ich mich mal in diese Acta-Geschichte einlese und meine Informationslücken auffülle, aber hierbei hat`s mir in der Feder gebrannt 🙂
      Gruß
      Pantoufle

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      • daMax schreibt:

        Es geht los mit dem EVIL ASHT Mem: http://is.gd/utidiz
        😀

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        • pantoufle schreibt:

          Während die Rezensionen auf Amazon immer skuriler werden – hätte er nicht darum gebettelt: Ein Fussballfeld für Abmahnanwälte – , ändert Asht etwa stündlich seinen letzten Artikel.
          Meinen Lieblingsstumpfsinn hat er entfernt (Die Moral von der Geschicht: Lege dich nicht an mit einem Schriftsteller niemals nicht! (dreimal nicht = mega-nicht) ) und durch „Die Moral von der Geschicht: Die Bösen hat’s erwischt!“ ersetzt.
          Sein Aufruf zur Vergewaltigung, der dort vor 3 Tagen stand, ist natürlich auch verschwunden … bis auf den Screenshot, den ich davon habe.
          Da sitzt er nun vor einem Bild von Ernest Hemmingway und lässt es in sich hineinlaufen. Der Besuch beim Anwalt heute war wohl wenig erfolgreich 🙂

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        • pantoufle schreibt:

          ähhh … daMax: Schönes Kettensägemassaker, aber Du hättest auf die Rückseite meiner Seite sehen sollen!
          >1< verkauftes Buch!
          Ehre, wem Ehre gebührt

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    • pantoufle schreibt:

      Sensationell: Verkaufszahlen von TWIN-PRYX geleakt!
      John Asht hat diese Nacht sein (hoffentlich) letztes Update auf seiner Webseite veröffentlicht. Es ist durchaus interessant:

      EPILOG:
      Nach drei Tagen Provozier-Blog mit teilweise pamphletischen Intermezzos, ist nun die Falle definitiv zugeschnappt: Der kollektive Zusammenhalt der Schräg-Rezensenten ist gestellt – und der Jäger zählt seine Beute: etliche 700 Screenshots von kriminellen Negativ-Rezensionen meines Romans „TWIN-PRYX, Zwillingsbrut“ – samt Namen, Blogadressen, Homepages, Foren, Gruppen, etc. Kriminell darum, weil keiner dieser gehässigen Rezensenten jemals das thematisierte Buch in der Hand gehalten hat, geschweige denn gelesen.
      Und jetzt drehen wir ganz sachte den Spieß um – seine Spitze heißt UWG.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_gegen_den_unlauteren_Wettbewerb

      Sorry, für den provokanten Stil und meine etwas rüde Art, wie ich diesen Blog geplant und geschrieben habe – aber jede Raubtierjagd bedarf eines ganz individuellen Köders. Und siehe, dieser Köder hat in der Tat die „Dummsolidarität“ prima vor die Flinte gelockt – rudelweise.

      Die Moral von der Geschicht: Lege dich nicht an mit einem Schriftsteller niemals nicht! (dreimal nicht = mega-nicht)

      Meine Damen und Herren: „Die Hyänenjagd ist beendet. War nett mit Ihnen gejagt zu haben!“

      Euer John Asht

      Jetzt ist es raus: Es war eine Falle! Wir alle, die wir im Internet den Spuren John Ashts pirschten, haben uns von deplazierten Adjektiven auf die falsche Fährte führen lassen. Hinter dem Intermezzo, das durch ein arglistiges Pamphlet getarnt war, konnte er sich vor uns verbergen und etliche Screenshots machen. Es waren wohl um die 700 derselben, die jetzt auf dem Spieß, auf dem schon ein UWG grillt, vor den gestrengen Richter geführt werden – gezerrt von krallig blutiger Jägershand.
      Um die Schmach der Dummsolidarität in ungeahnte Größenordnungen zu katapultieren, hinterlässt uns dieser Nimrod ein schier unlösbares Rätsel, ein Rätsel um die Zahl aller verkauften Bücher, einen geradezu sphinxgleichen Dreisatz:

      700 negative Rezensionen von Autoren, die nach Auskunft von Asht gar kein Buch zum Rezensieren hatten – mehr noch: Haben konnten.

      1 Rezension einer Bloggerin, der er vorwirft, das Buch falsch rezensiert zu haben (daß sie überhaupt eines besitzt, stellt er niemals in Abrede)

      Wie viele Exemplare des Buches sind also verkauft worden?

      Die Antwort auf diese Frage findet der Leser auf der Rückseite dieser Website.

      Während der Autor von TWIN-PYX weiter den Braten wendet, schlurft murmelnd eine graue Masse von Literaturkriminalen und singt das Lied von den Rezensionsoldaten:
      „Die Moral von der Geschicht: Kauf niemals Buch von Jonny niemals nicht! (dreimal nicht = mega-nicht).“

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  2. notizbuchfragmente schreibt:

    Ich habe gestern erst von dem ganzen Zirkus erfahren – und muss heute über deine beiden Blogeinträge herzlich lachen. Vielen Dank dafür, du triffst den Nagel auf den Kopf!

    Kein Autor mag den Verriss seines Buches lesen (vor allem nicht den Verriss eines Romans, der über 900 Seiten hat), aber das gehört zum Autorendasein dazu, und da heißt es einfach: „Augen zu, durch, und weitermachen!“.
    Wer so reagiert wie in diesem Fall geschehen, disqualifiziert sich selbst. Ganz davon ab, dass besonders der entprechende Blogartikel jenseits von aller guten Erziehung war.

    Mit freundlichen Grüßen
    Julia

    P.S.: Besonders entzückt haben mich die ersten zwei(?) Absätze des Autoren-Blogeintrages, in denen es um „richtige“ Literaturkritik geht, früher, als alles noch besser und das Internet noch aus Holz war … Vor allem Ranicki ist ja für seine stets sachlichen Kritiken bekannt. 😉

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    • pantoufle schreibt:

      Das Literarische Quartett
      Joohhn Äst, gboohren vor 50 Jahren, lebt in Bäiirn im Wald und schreibt LITERATUUUR! Ausgerechnet LITERATUUUR! Und was wir nicht vergessen sollten – denn das hat gaaanz stark mit seinem Werrck zu tun – Er hat einen Verleger!! Nicht einen wie Goethe (der brauchte das nicht), aber Äst! Und das ist nicht das Einzige, was Äst braucht!! Nun wollen wir uns auf den TEXT des neuen Romans konzentrieren, denn es ist ein Roman… neinneineinein: Das lasse ich mir nicht befeeehlen! Egal, was Sie… nein das ist Struss. Stuss sage ich nur – nebbich!…

      Nein, Reich-Ranicki ist eventuell nicht exakt das, was Asht sich wünscht.

      Lieben Gruß
      das Pantoufle

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  3. Heike schreibt:

    UNGLAUBLICH! Ich habe mich heute auch dem Thema im Blog angenommen. 😉
    Liebe Grüße…

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  4. der_emil schreibt:

    Ooooh! Das ist so schaurig-schön, daß ich den nicht vorhandenen Like-Button wieder einmal fand … 😉

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  5. FF schreibt:

    Schon erheiternd, welche Welle eine harmlose Kritik am Werk eines völlig unbekannten, obskuren Autors in einem völlig unbekannten, obskuren Verlag schlagen kann.

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  6. Also, das ist ja absolut unter der Gürtellinie und eine abgesprochene, geschäftsschädigende Aktion gegen Westernhefte. Denn niemals, niemals würden wir so etwas wie John asht veröffentlichen. Nehmen Sie das sofort zurück, sonst werden werden wir Ihnen unsere Gunfigther zusenden und (noch viel schlimmer) unsere Rechtsanwälte und dann werden Sie schon sehen, wohin Ihre geschäftsschädigenden Behauptungen, wir würden Texte wie die von John Asht veröffentlichen, führen

    Billy the Kid

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    • pantoufle schreibt:

      Noch bevor der Sheriff die ersten, braungrünen Bäume erreichte – es wurde Herbst, einer dieser duftig samtenen Altweibersommer – als er die lähmende Ausstrahlung dieses Billy the Kids an seinem ganzen Körper spürte.
      „Billy! Ich habe Dich erwartet!“
      Er drehte sich zurück; die Hand schwebte unmerklich näher an der Waffe an seiner Hüfte, dieser sechsschüssige Smith&Wesson, die nach Sitte der erfahrenen, grauen Kämpfer nur mit fünf Patronen gefüllt war. Wie oft hatte sich schon in der sengenden, hoch am Mittagshimmel stehenden Sonne ein einsamer Schuß gelöst – richtungslose, munitionsvergeundende Blindläufer, die nur einem dienten: Der Verwirrung!
      Billy stand lässig an sein treues Pferd gelehnt, die rechte Hand kratzte eine Zecke aus der ungepflegten, verzottelten Mähne des unverzichtbaren Tieres.
      Die Augen es Sheriffs waren kaum noch schmale Schlitze, nur weniger als dünne, unscheinbare Bleistiftsriche über den hohlen, unrasierten Wangen.
      „Hey Sheriff“ ergriff Billy das Wort. „Wenn Du deine Augen noch schmaler machst, siehst Du gar nichts mehr!“
      Der Angesprochene dachte für einen kurzen Moment wehmütig über diese Worte, die vielleicht Billys letzten sein konnten, nach.

      Oh Gott, was schreibe ich hier für einen Unsinn zusammen! Schullige!!

      Wie wärs mit Perry Rhodan?
      Lieben Gruß
      das Pantoufle

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  7. Pingback: Ein Blog, ein Buch, eine Rezension und die Kunst mit Kritik umgehen zu können | konsensor.de

  8. H.M.Voynich schreibt:

    Darf man aus dem Zitat: „Dabei aber wurde in dieser Zeit [Anm.: 2 Tage] kein einziges Exemplar verkauft“ schließen, daß der Autor von Kritikern erwartet, sein 900 Seiten dickes Werk innerhalb von 2 Tagen nach Erwerb zu lesen und rezensieren?

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    • pantoufle schreibt:

      Es gäbe ja noch die hypothetische Möglichkeit, das bereits in der Zeit zuvor (das Werk ist ja seit April 2011 im Handel) Exemplare des Schinkens verkauft wurden.
      Diese hätten zu Rezensionen verwendet werden können. Offenbar aber kennt Asht die Verkaufszahlen und ist sich sicher, daß das nicht der Fall ist.
      Das Problem der fehlenden Zeit spielt dabei keine Rolle: man hätte just in den letzten 2 Tagen die Rezension veröffentlichen können, nachdem man seit April letzten Jahres Zeit zum Lesen hatte.
      Die Ausage heißt nicht mehr und nicht weniger: Es gibt nur 10,20 verkaufte Exemplare insgesamt.

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      • der_emil schreibt:

        Na schön! Und wer – bitteschön – ist der Erwerber der 0,20 von den 10,20 Exeplaren? Hat da jemand erst ein Fünftel bezahlt oder wird das Pamphlet „Werk“ jetzt auch seitenweis (ich erinnere mich da an den Umgang mit dem Comic im fernen Sibirien, gesehen im Film Werner Beinhart) veräußert?

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  9. opalkatze schreibt:

    In der Medizin heißt so was Hypertrophie. m( m( m(

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  10. Nomadenseele schreibt:

    Asht nimmt nach eigenen Aussagen für sich in Anspruch, daß die Qualität seiner Werke von gestandenen Literaturkritikern beurteilt werden soll. Nur sie zeichnen sich angeblich „vor allem durch Seriosität, Fachwissen und Objektivität“ aus.
    __________

    Das Witzige ist, dass er es mit der Qualifikation seiner Kritiker nicht so ernst nimmt, wenn die Rezi positiv ausfällt: http://chronographics.wordpress.com/2011/06/07/maag-mell-die-friedlichen-gefilde/
    Dann ist auf einmal alles egal… .

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    • pantoufle schreibt:

      … von seiner Antwort wollen wir besser nicht reden. So ein … Turnbeutelvergesser!
      Wir wollen jetzt einmal hoffen, daß der Weg der beiden sie zu einem Rechtsanwalt geführt hat, der sich mit Umgangsformen (nicht nur im Netz) besser auskennt. Sicher hat man sich die 700+ Internetausdrucke *facepalm* genau angesehen – dann werden sie hoffentlich dahin gehen, wo sie hingehören: In den Papierkorb … rettet die Wälder, druckt kein Internet aus.
      Auf seinem Blog behauptet Asht heute Morgen, daß sowohl ein Großteil der 700was auchimmer gelöscht oder verändert wurde – darunter auch die Besprechung von Myriel. Das konnte ich bei „Bücherzeit“ bis zu diesem Zeitpunkt zwar nicht nachvollziehen, aber vielleicht kommt das ja noch. STRG C, STRG V.
      Der Schwachsinn hat nun hoffentlich sein Ende, die Myriel wieder Zeit zum lesen. Kurzer Blick ins eigene Postfach – nein, kein Schreiben einer Kanzlei, das besagt, John Asht nicht mehr einen „Turnbeutelvergesser, der einen Volkshochschulkurs in >Deutsch für Anfänger< besuchen sollte" zu nennen.
      Die einzige Post heute war ein Hinweis, daß ich mir mal den neuen Jan Fleischhauer ansehen sollte… das machen wir denn mal – das Leben geht weiter (und über John Asht hinweg).

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      • nomadenseele schreibt:

        Wir wollen jetzt einmal hoffen, daß der Weg der beiden sie zu einem Rechtsanwalt geführt hat, der sich mit Umgangsformen (nicht nur im Netz) besser auskennt.

        Ein guter Rechtsanwalt wird ihnen wohl sagen, dass die Chancen gleich Null sind. Allerdings waren meine Chancen bei einem Zivilrechtsstreit auch gleich Null und mein Anwalt hat der Gegenpartei einen Brief geschrieben, auf Grund dessen sie eingeknickt sind.

        Auf seinem Blog behauptet Asht heute Morgen, daß sowohl ein Großteil der 700was auchimmer gelöscht oder verändert wurde – darunter auch die Besprechung von Myriel. Das konnte ich bei „Bücherzeit“ bis zu diesem Zeitpunkt zwar nicht nachvollziehen, aber vielleicht kommt das ja noch.

        Ich habe meinen Artikel zurückgezogen, allerdings nicht wegen Herrn Ashts zarter Seele, sondern weil ich für ihn keine Werbung machen möchte. Bei Bücherzeit konnte ich auch keine Veränderung feststellen.

        das besagt, John Asht nicht mehr einen „Turnbeutelvergesser, der einen Volkshochschulkurs in >Deutsch für Anfänger< besuchen sollte" zu nennen.

        Ich frage mich immer, wo der arbeitet. Ich konnte auf seinem Blog nicht einen stringenten oder halbwegs normalen Gedankengang entdecken. Das ist alles total wirr und planlos. Dazu kommt, dass er so verwahrlost aussieht.

        Die einzige Post heute war ein Hinweis, daß ich mir mal den neuen Jan Fleischhauer ansehen sollte… das machen wir denn mal – das Leben geht weiter (und über John Asht hinweg).

        Mir hat das Buch nicht gefallen. Obwohl der Verlag mir das Rezi-Exemplar zugeschickt hat, kam anstelle einer Klage ein Rezi-Katalog ins Haus geflattert.

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      • nomadenseele schreibt:

        … von seiner Antwort wollen wir besser nicht reden. So ein … Turnbeutelvergesser!
        _____

        Ich konnte heute Nacht nicht schlafen, vielleicht liegt es daran: Aber ich verstehe seine Antwort nicht. Der Grundton ist wohl, dass es eine fundierte Meinung ist, da die Rezi positiv ist – aber im Einzelnen-keine Ahnung. Ich bin offensichtlich so doof, dass ich weder seine Blogartikel, noch (teilweise) seine Kommentare verstehe. (Der bei Bücherzeit war unmißverständlich und sogar in verständlichen Deutsch geschrieben).

        Ich würde die Krise kriegen, würde sich jemand so oder so in meinem Blog verewigen 😛 .

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        • pantoufle schreibt:

          Keine Bange, Nomadenseele. Der Herr Studiosus ist keiner. Diese Art von Weisheiten findet man geballt auf diversen Seiten im Netz. Dort, wo sich „freie Energie“ „Hanebu-Antriebe“, „Hohlerde“ mit „urgermanischer Völkerkunde“ trifft. Das ist noch nicht richtig braun – eher bräunlich, zeichnet sich durch ein, nennen wir es mal steinzeitliches Frauenbild aus – ,die Amtssprache ist thiudisk.

          „Nach dem Studium der Ethnologie und Religionsgeschichte wiedergebe ich nunmehr meine Erkenntnisse in Form von historischen und surrealistischen Werken.
          Die Trilogie „ MAAG MELL-die FRIEDLICHEN GEFILDE“ schrieb ich als Ergebnis jahrelanger Forschungen im Bereich der Völkerkunde, Religionsgeschichte sowie der Astrologie und parapsychologischen Grenzwissenschaften.“

          Das sind ja eigentlich klare Aussagen. Ich vermute, die Reihenfolge der Fachgebiete erfolgt nach „ohne Abschluß“ / „Abschluß Summa cum Laude“.
          Nein, nun mal im Ernst. An anderer Stelle bezeichnet er sich als Religionshistoriker und wenn er es für nötig hält, würde er sich auch mit „Antiquitätenschreiner“ titulieren. Ich bin kein Psychiater, aber für mich stellt sich das Ganze als eine Art Größenwahn dar. Das hat in bestimmten Künstlerkreisen durchaus Tradition: er mimt den Hemingway aus Erlangen, stellt sich – von der Internetmeute verfolgt – auf einen Misthügel und murmelt „Ich werde sie alle umzingeln“.
          Ich kann mich langsam des Gefühls nicht erwehren, daß sich das Ganze um einen Hoax handelt. Ashts Verkaufszahlen dürften vor der Aktion etwa um Null gelegen haben – nach diesem Sandkastenspiel dürfte der Verkauf wenigstens soweit angekurbelt sein, daß es für die Stromrechnung reicht. Nicht, daß ich ihm es nicht gönnen würde, aber er muß sich darüber klar werden, daß man das nur einmal machen kann. Beim nächsten mal muß er es eventuell mit ehrlicher Arbeit tun (z.B. ein gutes Buch schreiben).

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          • nomadenseele schreibt:

            Ich bin kein Psychiater, aber für mich stellt sich das Ganze als eine Art Größenwahn dar.

            Mir ist heute eingefallen, dass ich mal einen echten Halbindianer kannte, und der hat eine ganz andere Hautfarbe als Herr Asht. Ist auch logisch, die Indianer, ob sibirischer, nord- oder südamerikanischer Herkunft sind schließlich auch nicht weiß.

            Das hat in bestimmten Künstlerkreisen durchaus Tradition

            Angelina Jolie hat auch Cherokee-Blut, was von verwandten bestritten wird. Herr Asht dürfte sich also in guter Gesellschaft befinden.

            Ich vermute, die Reihenfolge der Fachgebiete erfolgt nach „ohne Abschluß“ / „Abschluß Summa cum Laude“.

            Jemand der an der Uni war, gibt in aller Regal an, an welcher. Dass es seine Fachgebiete so gar nicht gibt, macht dass ganze nur seltsamer; ein Ethnologe würde sich kaum als *Völkerkundler* bezeichnen.

            und wenn er es für nötig hält, würde er sich auch mit „Antiquitätenschreiner“ titulieren.

            Ich plane, ein paar Bücher über Russland zu lesen. Vielleicht sollte ich angeben, ich hätte Forschungen in osteuropäischer Geschichte gemacht, das macht doch Eindruck, oder?

            Ich finde es immer erschreckend, was sich da draußen alles rumtreibt.

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  11. nomadenseele schreibt:

    Mal eine Anmerkung zu seinen Studiengängen:

    Mich macht seine Auskunft misstrauisch:

    1. Völkerkunde = Ethnologie
    2. Urgeschichte = Vor- und Frühgeschichte

    *Religionsgeschichte* kann nur Religionswissenschaft, Biblische / Christliche Archäologie oder Theologie bedeuten. Diese vollkommen unkorrekten Angaben sind – seltsam.

    Zudem kann ich mich auch für Physik / Informatik ect. einschreiben und behauten, ich hätte es *studiert*, auch wenn ich von der Befähigung nicht einmal die Prüfungen des 1. Semesers schaffen würde.

    Vielleicht bin ich auch nur zu sensibel für Sprache, um Herrn Asht zu verstehen…

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    • pantoufle schreibt:

      Ja: Das ist ganz interessant – da musst Du dich ranhalten, wenn Du glaubst, das noch verstehen zu müssen.
      Die Seite mit den Leseproben von Asht auf der Verlagsseite sind nämlich seit einer halben Stunde 404. Die sind weg. Im Orkus des Vergessens. Futsch! Auch ein Weg, die herrlichen Amazon-Verrisse zu stoppen.
      Der Verlag scheint sich aus humanistischen Gründen dazu entschlossen zu haben, die unter Verschluss zu halten. Zu spät, wenn mich jemand fragen würde.
      Aber mich fragt ja nie jemand… schnüff

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      • nomadenseele schreibt:

        Auch ein Weg, die herrlichen Amazon-Verrisse zu stoppen.
        Der Verlag scheint sich aus humanistischen Gründen dazu entschlossen zu haben, die unter Verschluss zu halten. Zu spät, wenn mich jemand fragen würde.
        ____

        Auf Amazon kann man das Buch noch einsehen, wobei die Ebook-Ausgabe eine längere Probe bieten soll.

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      • nomadenseele schreibt:

        Nachtrag:

        Soviel besser schreibe ich wahrscheinlich auch nicht und ich möchte nicht wissen, wie sich ein Buch von mir lesen würde; da würde es wohl auch nur vor Adjektiven strotzen. Der entscheidende Unterschied: Ich lasse es bleiben.

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        • pantoufle schreibt:

          Ich stöbere gerade auf der einzigen Seite im Netz rum, die sich pro-Asht einsetzt >Link<. Der Meister meldet sich dort selbst zu Wort. Hast Du die schon gesehen – eventuell auch für Myriel interessant. Und immer dran denken: Screenshooter nicht vergessen. Den braucht man, wenn man diesem Herren begegnet 😉

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          • nomadenseele schreibt:

            Nein, kannte ich noch nicht, danke.

            In dem Artikel stehen teilweise auch Gedanken, die sooo falsch gar nicht sind, wie der Event-Gedanke ect.. Das war auch mit ein Grund, warum ich dankbar bin, dass die Kommentare auf Bücherzeit weitestgehend aufgehört haben, ganz davon abgesehen, dass ich nervlich nicht so lange durchgehalten hätte wie Myriel.

            Aber:
            Herr Asht hat immer nachgetreten, ob am Rande der Legalität, wenn ich an seine (mit bösen Willen) Vergewaltigungsaufruf denke oder an seine Versuche, Myriel als Erpresserin darzustellen. Heute schließt er mit *Bis zum nächsten Mal!* und keinem *Sorry, ich habe Mist gebaut.*.

            Das sind dann die Sachen, die mich (und auch andere) wohl wirklich gegen ihn
            einnehmen.

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            • pantoufle schreibt:

              Ne, ne: Die Dame handelt durchaus edelmütig und ist alles andere als dumm. Die hat schon teilweise Recht … aber das ist ja nun praktisch schon Geschichte.
              Nuuur… Du da und/oder Myriel: Er schreibt, das er die Arbeit an seinem neuen Werk beenden muß – AURAXON, der Grottenaal … ähhh… Gotegrahl. Sollte einer von Euch beiden so ein Exemplar in die Finger bekommen; würdet Ihr mir das mal leihen? (armes,armes Pantoufle) Ich würde es auch bis zur letzten Zeile lesen und ein kleine Kritik darüber veröffentlichen. Natürlich unter CC Lizence, dürft Ihr auch benutzen.

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            • nomadenseele schreibt:

              AURAXON, der Grottenaal … ähhh… Gotegrahl. ollte einer von Euch beiden so ein Exemplar in die Finger bekommen; würdet Ihr mir das mal leihen?
              ____

              Ich habe wirklich schon überlegt, seinen Namen bei Tauschticket in die Suchis aufzunehmen. Aber ob es mir 1 Tauschticket + 50 Cent Gebühr wert ist, ist mehr als fraglich.

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            • nomadenseele schreibt:

              Ich würde es auch bis zur letzten Zeile lesen und ein kleine Kritik darüber veröffentlichen. Natürlich unter CC Lizence, dürft Ihr auch benutzen.
              ____

              Du schreibst und wir bekommen die Klageandrohung :mrgreen: ?

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            • pantoufle schreibt:

              Nicht solange mein Name darunter steht 🙂
              Nomadenseele: Sitzt Du bequem? Wenn nicht, setz Dich. Such Dir was zum festhalten und was Alkoholisches für später. John Asht antwortet auf eine positive Kritik:
              „[…] weil es mittlerweile bewiesen ist, dass das eigentliche Denk- und Empfindungsorgan des Menschen eigentlich der Dünndarm ist – das Hirn ist ledigich eine motorische Schaltzentrale. Aber es ist dieser empathische Blick der Erkenntnis, der beim Erfassen eines Gedankens so signifikativ durch die schönen Augen eines hübschen Frauenköpfchens in die Welt hinaus strahlt.“
              Ich hol mir erst mal ein Bier…

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            • nomadenseele schreibt:

              Das mit dem Dünndarm ging schon durch Myriels Blog.

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            • nomadenseele schreibt:

              Was ich aber am aller doofsten finde, ist dass gerade solche Leute wie „Geologe“, aus der feigen Anonymität heraus, denigrierend in Amazon über meine Verlegerin herziehen, dass sie z.B den Duden konsultieren solle, wie man das Adjektiv „zitterig“ richtig schreibe.
              ______

              Ich behaupte einfach mal: Ich , Myriel und andere Blogger sind weniger anonym als Herr
              Asht, der andauernd seine Namen wechelt (nach eigener Auskunft alle paar Bücher). Ich bin mit meinem Nick schon bestimmt seit 2004 im Internet vertreten.

              Außerdem, wiederholt er nur seine ganzen Vorwürfe, fügt neue hinzu und.. ach, es ist einfach widerlich. Ich kenne Myriel (sehr lose )seit 1,2 Jahren und glaube zu wissen, dass sie nicht der Typ ist, der solche Vorhaltungen verdient hat.

              Keinerlei Größe von Seiten Herrn Ashts mal zuzugeben, dass man Mist gebaut hat, stattdessen kommt immer neuer hinzu.

              Auch die Behauptung, dass Frau Roder studierte Literaturwissenschaftlerin ist, gibt es im Netz keine Hinweise, wobei ich zu Xing ect. keinen Zutritt habe. Vor allem frage ich mich dann, wo ihr grauenhafter Literaturgeschmack herkommt, denn dieses Skript nimmt doch kein normaler Verleger, Ich muss von herrn Asht oft jeden Ansatz doppelt lesen, wann soll ich dann mit einem 900-Seiten-Buch fertig sein?

              Ich kann auch morgen ein Gewerbe anmelden und mich dann *Verlegerin* , aber die Perlen zu finden und zu lektorieren ist die Kunst.

              Ich glaube auch, dass Ursula Prem nur deshalb auf seiner Seite ist, weil sie sein Schicksal halbwegs teilt – ihre Bücher gibt es nur als BoD.

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  12. pantoufle schreibt:

    ..linefeed.
    Das der an mir bisher vorbeigegangen ist. Ich bin noch ganz erschüttert. Ich habe alles falsch angefangen – die Artikel, der ganze Mist, den ich geschrieben habe! Ja, wenn der Mann mit dem Dünndarm denkt: Das erklärt ja alles! Was rege ich mich dann noch auf.

    dünnpfiff

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    • nomadenseele schreibt:

      Ich glaube, er hat da etwas falsch verstanden:

      http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/159275/index.html

      http://www.sueddeutsche.de/leben/medizin-und-wahnsinn-denken-mit-dem-darm-1.950888 :

      Mit dem Darmgehirn meinen Forscher wahrscheinlich die vielen Millionen Nervenzellen, die weitgehend autonom die Verdauung regulieren und auch dazu beitragen, dass einem beispielsweise Ärger oder Angst auf den Magen schlagen. Die Bezeichnung ist allerdings eine Mogelpackung, denn dann müsste man auch genauso vom Herzgehirn, vom Lungengehirn und dem Lebergehirn sprechen. Fast alle inneren Organe werden mit autonomen Nervenimpulsen versorgt, die ihre Funktion sicherstellen. Und fast alle diese Organe reagieren auf Stress oder eine plötzlich veränderte Stimmungslage.

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    • nomadenseele schreibt:

      Ich habe gestern vor dem Einschlafen noch einmal über den Unterschied Fantasy – Phantastische Literatur nachgedacht und finde ihn ziemlich entscheidend:

      Phantastische Literatur = Übersinnliches, z.B. *Das Durchdrehen der Schraube* von Henry James oder *Die Maske des roten Todes* von Poe. Fantasy dann eben Elfen, Orks ect.

      Nur würde ich wegen des Dämons (und rein nach der Beschreibung) das Buch immer noch in die Fantasy-Schublade stecken.

      (Ich kopiere es mal zu Myriel rüber),

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  13. pantoufle schreibt:

    Moin Nomadenseele. Du bist aber fleißig! Zitat SZ:
    „Es gibt Menschen, die halten die Ansammlung von ein paar Nervenzellen und Synapsen bereits für Intelligenz.“ Ich lach mich schlapp 🙂 Wen könnten die blos gemeint haben?
    Während dessen droht Asht schon wieder. Diesmal bin wohl auch ich gemeint. Überlege gerade, ob ich einen (vollkommen unkommentierten) Artikel nur mit Screenshots seiner Äußerungen veröffentliche. Aber dann gibts direkt Post vom Anwalt – das wären zu viele Unterstellungen(§145d StGB), Beleidigungen(§185 StGB), üble Nachrede(§186 StGB), Drohungen (§240 StGB) und Aufrufe zur Vergewaltigung(§173 StGB?) in einem Artikel. Hat Asht eigentlich überhaupt keine Sorge, das IHN jemand anzeigt? Was der in den letzten Tagen verbreitet hat, sollte ihm langsam Angst machen.

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    • nomadenseele schreibt:

      Du bist aber fleißig

      __

      Überhaupt nicht, ich wollte nur wissen, was ihn auf die Theorie gebracht hat, also habe ich *Darm* und *Denken* bei Google eingegeben,

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    • nomadenseele schreibt:

      Überlege gerade, ob ich einen (vollkommen unkommentierten) Artikel nur mit Screenshots seiner Äußerungen veröffentliche.


      Vielleicht sollte man das Thema auch wirklich einmal ruhen lassen, Stichwort *Event*. Diese Hexenjagd ist unwürdig und wenn er schreibt, dass er das Thema ruhen lassen möchte, sollte man ihm da vielleicht folgen – bringt doch ohnehin nichts und ich finde das auch langsam weniger unterhaltsam und dafür immer mehr widerlich.

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  14. pantoufle schreibt:

    Das war ein Witz! Lustig! HaHa! Nein, keine Angst. Ich bin gerade an einer ganz anderen Geschichte, sammel aber im Vorübergehen noch ein paar Details. Man weiß ja nie …
    Reich-Ranicki hat im Bundestag eine Rede gehalten – die interessiert mich im Moment bei weitem mehr.

    Die SPD scheitert im sächsischen Parlament mit einem Antrag, gemeinsam mit CDU/FDP gegen den Naziaufmarsch in Dresden zu demonstrieren. Reich-Ranicki hält eine Rede anlässlich des Judenmordes der Nazis im Bundestag. Das nenne ich Sinn für timing.

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  15. pantoufle schreibt:

    Na, dann seh mal auf den letzten Artikel. Da geht die Betroffenheit gleich weiter 🙂

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  16. pantoufle schreibt:

    Kannst Du schon wieder nicht schlafen – schau mal in die Post

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    • nomadenseele schreibt:

      Lass ihn sabeln, wie jemand schon schrieb: Die Grenze zur Witzfigur hat er schon lange überschritten. Wenn er einen entsprechenden Screenshot präsentiert, steht Aussage gegen Aussage, aber da er sich unglaubwürdig gemacht hat, glaube ich erst einmal Myriels Version.

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  17. nomadenseele schreibt:

    Das Neuste:

    Das Resultat der Nachforschungen ergibt, dass als Drahtzieher der Literaturkriminalität im deutschsprachigen Internetraum, ein gewisser Herausgeber einer zwielichtigen, literaturkritischen Onlinezeitung in Frage kommt. Der Mann läuft über die Buchmessen und verlangt von den Verlegern Rezensionsexemplare. Wer dann aber bei ihm keine Rezensionen in Auftrag gibt und auch nicht kräftig dafür bezahlt, wird niedergemacht, mittels gehässiger Literaturkritiken. Dabei bedient er sich eines Konsortiums aus ca. 700 bis 800 Rezensions-Bloggern, die ihm gehorsam folgen und ihre Accounts als Werkzeuge für seine kriminellen Machenschaften hergeben.

    In Google tarnt er sich als GEOLOGE und schaltet bei Amazon Destruktiv-Rezis, die dann (wie im Falle TWIN-PRYX) binnen weniger Stunden mit 374 Hilfreich-Klicks bestärkt werden – ebenfalls von ihm angestiftet. Somit hat er mein TWIN-PRYX, von den höchsten 5 Sternen zum tiefsten 1 Sterne-Rang herunter gedrückt. Kaufempfehlung Null. Das ist Kriminalität wie sie im Buche steht.
    (Das Organisieren so vieler Hilfreich-Klicks ist ein echtes Gaunerstück, denn man kann pro Amazon-Kunden-Account jeweils nur einen Klick setzen – definitiv.)
    Nun wird sich die Polizei um ihn kümmern – und um seine Helfershelfer ebenfalls!

    Ich kann bei so viel Realitätverweigerung nur den Kopf schütteln.

    Hier eine Rezi zu dem Buch: http://www.fictionfantasy.de/twin-pryx

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    • pantoufle schreibt:

      Der Link findet sich bei mir auch hier … Nur der Vollständigkeit halber.
      Das bekommt langsam eine neue Qualität: Geologe hat bisher 17 Buch-Rezensionen auf Amazon veröffentlicht mit einem Schnitt von 3,8 Sternen, davon lediglich 5 mit weniger als 4 Sternen (zwei mit einem). Daraus eine kriminelle Verschwörung abzuleiten, ist mehr als abenteuerlich.
      Ashts geistiger Hintergrund und worum es ihm tatsächlich geht, ist hier gut nachvollziehbar (viertletzter Kommentar). Auszüge:
      „Bei einer Rezension hört die Meinungsfreiheit auf.“
      „Eine Rezension ist eine Musterung.“
      „Sie hat mir damit das ganze Weihnachtsgeschäft vermasselt.“
      „Ganze 6 Wochen habe ich mir still den Zirkus angeschaut, wie Myriell alle Rezensionsblogger gegen mich und meine Verlegerin aufgewiegelt hat. “
      „Und kommt ihr mir jetzt erst gar nicht mit euren andersbeweisenden Screenshots, denn an jenem
      [..usw.]“

      Man hat ihm das Weihnachtsgeschäft vermasselt. Andere Feste werden folgen.
      Was allerdings die Grenze der Hinterhofkomödie überschreitet, ist der Versuch, Meinugsfreiheit durch kindliche Verschwörungstheorien einzuschränken. Sollte sich tatsächlich eine Staatsanwaltschaft finden, die das ernsthaft verfolgt, gehört das an eine größere Glocke als in ein paar kleine Blogs, die sich darüber amüsieren. Das ist ein ernstzunehmender Angriff auf die Meinungsfreiheit. Das Internet ist kein Ort, der ein „Lex Asht“ braucht, nur damit Amazon und andere Verkaufsportale unwiedersprochen jedes Produkt verkaufen können – mit Ashts Argumentation könnte man auch die Stiftung Warentest verbieten.
      Deswegen – und nur deswegen – ist dieser Autor in der Schrottpresse gelandet. Als Buchautor hätte er mir bestenfalls ein Schmunzeln abgerungen, als Politikum aber ist er eine Gefahr mindestens für alle Literaturblogs.
      Es wäre an der Zeit, daß sich andere Verlage und Autoren zu diesem Thema äußern; letztlich ist das auch gegen ihre Interessen gerichtet.

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  18. nomadenseele schreibt:

    „Ganze 6 Wochen habe ich mir still den Zirkus angeschaut, wie Myriell alle Rezensionsblogger gegen mich und meine Verlegerin aufgewiegelt hat. “
    ____

    ER hat sich still den ganzen Zirkus angesehen? Ohne seine ständigen Provokationen wäre schon längst Ruhe eingekehrt. Und spätestens nachdem Myriel die Kommentare praktisch geschlossen hat, hatte er die große Chance, dass Ganze versanden zu lassen. Aber auch die ließ er ungenutzt, sondern pöbelt weiter.

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  19. fandomobserver schreibt:

    Zum Thema erlaube ich mir, auf unsere Februarausgabe hinzuweisen. Die hat die Titelgeschichte „DIE REZIMAFIA“ und beschäftigt sich exakt mit diesem Fall. Das Schöne: der Download kostet nix. 🙂

    http://www.fandomobserver.de/2012/02/fo272/

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