Kurz und dreckig 32

Redaktionssitzung in der Schrottpresse. Redaktionskampfhund Oskar schnüffelt an einem Knochen, an dem gestern noch etwas verwertbares klebte, jetzt aber müffelt er nur noch etwas.
Tastaturen mit USB-Verbindung sind praktisch: Man kann sie von der Strippe lösen und die Barthaare, Keks- und Tabakkrümel herausschütteln. Der Chefredakteur schüttelt.
Redaktionsschwein Schnitzel blättert in der Fachpresse: »Der CSU-Politiker Gauweiler hat den letzten Brief Ludwig des Zwoten gefunden. Quik! Er war gar nicht verrückt! Das war alles ein Irrtum mit dem Meschuggeschreiben – man hat ihm bitteres Unrecht getan. Es lebe der König!« Weiterlesen

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Putsch? Welcher Putsch?

Wird Fethullah Gülen jetzt von den USA ausgeliefert oder bekommt er einen Herzanfall (kann ja mal passieren)? Das Thema muß jedenfalls vom Tisch; nicht nur aus Sicht der USA. Die Türkei stellt einen weiteren Auslieferungsantrag (den Vierten), interessanterweise nicht wegen des Anzettelns oder der Beteiligung der Gülen-Bewegung an dem sogenannten Putsch, sondern… Ja, das weiß man auch nicht so genau. Die von den USA geforderten Beweise waren wohl nicht stichhaltig genug – dann eben mit einer anderen Masche. Wenigstens darin versucht man sich noch im Anschein von rechtsstaatlichkeit. Weiterlesen

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Vergangenheit, die nicht vergehen will

Die wenigsten werden sich an diesen Titel erinnern oder ihn mit einem bestimmten Ereignis verbinden. Das ist schade. Aber er steht für die Redaktion der Schrottpresse weit, weit oben an der Tafel der Erinnerungen. Auch dafür, was in diesem Land möglich ist (oder wenigstens möglich war) und was es zu bewahren gälte, wäre nur jemand daran interessiert. Weiterlesen

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Presseschredder 22.8.2016

Stimmt das Datum überhaupt? Redaktionssitzung bei der Schrottpresse. Datum stimmt! »An der Rezeption erhalten unsere Gäste die Gebrauchsanweisung, wie man auch bei uns im tiefsten Süden der Republik Zugang zum Internet erhält!«
Der Gang zur freundlichen Dame am Tresen war ein Gang zuviel – Chefredakteur Pantoufle hatte auch so genug zu laufen. Nachrichtensperre für ein paar Tage. Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, daß man im Netz zwar ausgezeichnet die Ereignisse der letzten 48 Stunden nachvollziehen kann, nicht aber die der vergangenen Woche? Übersichtlich wird es erst wieder im Jahresrückblick zu Silvester. Es gibt viel zu wenig Jahresrückblicke.
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Was für ein Leben!

castro_che

Alles Gute zum Geburtstag, Máximo Líder! Die Redaktion der Schrottpresse gratuliert ganz herzlich und Redaktionsschwein »Schnitzel« hat sogar eine Kerze angezündet. Ich hab ja noch gesagt, daß eine Zigarre passender wäre, aber weder Schwein noch Redaktionskampfhund konnten sich dafür so recht begeistern.
Egal! Das macht der Redakteursposten heute Abend alleine; vielleicht zusammen mit Fidel?

Er hat alles richtig gemacht!

Widerspruch? Aber gerne doch! Den können sie sich sonst wohin… Kein Streit heute. Lieber noch eine weiter Kerze. Für Che.

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»Die Demokratie ist der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind«

»… Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.«
Recep Tayyip Erdoğan auf einer Wahlveranstaltung im Dezember 1997.
Wer bei solchen Aussagen beginnt, unruhig auf dem Stuhl herumzurutschen, sollte sich entspannen. Natürlich hat man etwas in dieser Art schon vorher gehört; auch in Deutschland. Aber ebenso in Südamerika, Afrika oder der EU. Vielleicht formuliert es Victor Orbán anders als Idi Amin oder Augusto Pinochet.

»Die Türkei ist Teil einer Werte-Gemeinschaft. Es ist entscheidend, dass die Türkei – wie alle Alliierten – den vollen Respekt vor der Demokratie und ihren Institutionen sicherstellt. Den Respekt vor der Verfassung, dem Rechtsstaat und den Grundfreiheiten.«

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg
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Kurz und dreckig 31

Alle Ausländer ohne Thailändischen Pass sollen zukünftig zur Benutzung einer speziellen Sim-Karte gezwungen werden, anhand derer sie jederzeit geortet werden können. Abschalten verboten. »Keine Sorge: Ihre Privatsphäre ist natürlich jederzeit gesichert!» versichern führende Vertreter der neuen Militärdiktatur, die seit letztem Sonntag im Amt ist.
Irgend etwas in mir sagt, daß dieses Beispiel Schule machen wird.
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